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©Pascal Debrunner, unsplash.com/@debrupas

Die Stadt der Zukunft ist smart

Nie wieder im Stau stehen, eine saubere Umwelt, mehr Sicherheit – und damit eine höhere Lebensqualität. Das verspricht die „Smart City“. Kopenhagen gilt als Musterbeispiel dafür, wie sich digitale Technologien mit urbanen Konzepten intelligent verbinden lassen.
Digital Campus
Digitalisierte Kindheit
Nomadenleben
Mitarbeiterführung NEU

Laut „World Happiness Report“ gehören die Dänen zu den glücklichsten Menschen der Welt. Knapp 600.000 der 5,8 Millionen Einwohner leben in der Hauptstadt Kopenhagen. Und die verfolgt ambitionierte Ziele: Bis 2025 will Kopenhagen die erste CO2-neutrale Metropole weltweit und bis 2050 unabhängig von fossilen Brennstoffen werden. Kopenhagen setzt dabei ganz auf digitale Technologien und den gezielten Einsatz von Daten zur Problemlösung – und verbindet dies mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung, welche die uralten urbanen Konzepte Beziehungen, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein, demokratische Beteiligung, Good Governance und Transparenz berücksichtigt.

Internet der Dinge als Basis

Die soziale, digitale und städtebauliche Entwicklung gehen in Kopenhagen Hand in Hand, im Mittelpunkt stehen stets die Bedürfnisse der Bürger, der Unternehmen und der Umwelt. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) dient als Basis, den immer komplexeren Anforderungen wirksam und kostengünstig zu begegnen. Dabei werden physikalisch reale Dinge mit der virtuellen Welt verknüpft. Mit Sensoren, Chips, Datenspeichern oder Softwaresystemen ausgestattet, ermöglichen die „Digitally Charged Products“ den Datenaustausch via Internet mit einem oder mehreren Objekten. Diese Daten liefern dem Benutzer einen Mehrwert, der über die ursprüngliche Funktion des Produktes hinausgeht.

Intelligente Ressourcenoptimierung

Kopenhagen ist Vorreiter bei der Förderung erneuerbarer Energien und grüner Technologien. Intelligente Stromnetze, sogenannte Smart Grids, verwalten die Erzeugung, Bereitstellung und den Verbrauch von Elektrizität, Wasser und Wärme. Smarte Gebäudetechnik, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich, soll die Energieeffizienz steigern. Außerdem hat Kopenhagen eines der innovativsten, sensorgesteuerten Müllentsorgungssysteme. Das Nahverkehrsnetz, durch GPS optimiert, lässt keine Wünsche offen und sorgt für weniger Autos und somit für eine bessere Luftqualität. Es wird ergänzt von einem großen Car-Sharing-Angebot sowie einer hervorragenden Infrastruktur für Elektromobilität, kostenlose Ladestationen inklusive. Ein bedarfsgerechtes Ampelsystem regelt den Verkehrsfluss. Hauptfortbewegungsmittel ist jedoch das Fahrrad; schnell, sicher und einfach gelangt man auf dem 390 Kilometer langen, perfekt ausgebauten Radwegenetz überall hin. Erklärtes Ziel: Bis 2020 soll die Hälfte der Einwohner das Fahrrad für den Weg zur Arbeit, Schule oder Uni benützen.

Beteiligung der Bürger

Für den Erfolg der smarten Stadt ist entscheidend, dass sich die Bürger daran beteiligen. Kopenhagen geht hier einen großen Schritt voraus und schafft mit dem „City Data Exchange“ (CDE) eine Plattform, die den Informationsaustausch zwischen öffentlichem Sektor, Bürgern und Privatwirtschaft vereinfachen soll. Denn wer Innovationen schaffen und Lösungen generieren will, muss zuerst Daten über das Problem sammeln, so die Überzeugung. Jeder soll Daten sowohl einstellen als auch abrufen beziehungsweise kaufen und verkaufen können. Im Laufe der Zeit sollen Daten aus verschiedensten Quellen gemeinschaftlich genutzt werden. Der CDE soll als Big Data Marktplatz zum Dreh- und Angelpunkt für die Erreichung der übergeordneten Ziele werden. Kopenhagen arbeitet derzeit daran, seine Stadtnutzungsdaten online kostenlos zur Verfügung zu stellen, um möglichst viele Unternehmen zu ermutigen, selbst aktiv nach Lösungen für ein besseres Zusammenleben zu suchen. Und nach neuen Geschäftsmodellen. Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet dies eine Chance, mithilfe der Daten neue Services und Softwarelösungen zu entwickeln und dadurch die Zukunft der Stadt kreativ und innovativ mitzugestalten.

Konsumgut „Big Data“

Eine entscheidende Frage dieses Big-Data-Marktplatzes: Können Daten zukünftig als „normales“ Konsumgut etabliert werden? Darüber hinaus: Wird es gelingen, bewusst zu machen, dass Daten ein Produkt sind, das wie jedes andere erworben und konsumiert werden kann und das einen bestimmten finanziellen Wert hat? Wer wird die Daten wie nutzen? Wie viel sind sie wert? Ziel ist es, einen transparenten Markt zu schaffen, auf dem genau nachvollzogen werden kann, wer welche Daten wie konsumiert – wiederum die Basis für eine effektive und sichere Nutzung von Big Data.

Ideale Bedingungen

Kopenhagen ist Brutstätte für viele Start-Ups, die hier ideale Bedingungen vorfinden. Durch die offenen Strukturen und die positive Einstellung, sowohl von Bürgern als auch Politik und Unternehmen, lassen sich Innovationen schnell und unkompliziert umsetzen. Flache Organisationsstrukturen, eines der flexibelsten Arbeitszeitgesetze Europas sowie ein engmaschiges soziales Netz fördern Eigeninitiative, Engagement und Unternehmergeist. Und das trotz – oder gerade wegen – einer ausgesprochen guten Work-Life-Balance.

Vorarlbergs Smart City

Auch in Vorarlberg gibt es Bestrebungen, das Internet der Dinge für die nachhaltige Stadtentwicklung zu nützen. Dornbirn setzte zum Beispiel vor einem Jahr mit der Plattform „SmartCity Dornbirn“ den ersten Schritt, um Ideen zu sammeln, wie die Digitalisierung und deren Möglichkeiten die Lebensqualität in der Stadt verbessern könnten. Der Digital Campus Vorarlberg, eine Initiative von Arbeiterkammer, Land Vorarlberg und Wirtschaftskammer, unterstützt Organisationen und Unternehmen dabei, sich das nötige digitale Know-how anzueignen. „Internet of Things – Intelligent vernetzte Objekte“ oder „Datenanalyse & -sicherheit“ sind Module der Digital Masterclasses, die eine maßgeschneiderte Ausbildung bieten, um die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung professionell zu meistern.

Nähere Infos zu Ausbildung und möglichen Förderungen unter digitalcampusvorarlberg.at.

Weitere Kontaktmöglichkeiten:

Digital Campus Vorarlberg
Widnau 2 – 4
A-6800 Feldkirch
+43 50 258 8600
info@digitalcampusvorarlberg.at

(CS)

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