Die Männerpartei geht mit Forderung nach Solidarität in den Wahlkampf

Hohenems - Am Freitagvormittag präsentierte die Männerpartei ihre Kandidaten für die Landtagswahl in Vorarlberg. Das Kernthema im Wahlkampf ist die Forderung nach Solidarität, vor allem in der Familienpolitik.
Hannes Hausbichler zum Programm
Landtagswahlen 2014

Die Männerpartei hat es geschafft, in allen vier Vorarlberger Bezirken die nötigen 100 Unterstützungserklärungen zu sammeln und kann somit bei der Landtagswahl am 21. September landesweit antreten. Ein Drittel der Unterstützungserklärungen sei von Frauen gekommen, freute sich Bundesvorsitzende und Spitzenkandidat Hannes Hausbichler Freitagvormittag bei einer Pressekonferenz in Hohenems.

Themeneinbringung als Wahlziel

Von den fünf Kandidaten der Männerpartei waren neben Hannes Hausbichler die Listenzweite Carin Breuß (Quotenregelung, Gender, Umweltpolitik) und Marco Walch (Inkusionspolitik). Auf ein Wahlziel wollte sich der Frontmann nicht festlegen. Man sei keine Karrierepolitiker, vielmehr gehe es darum, die eigenen Themen zu positionieren. Einen Landtagseinzug hält man jedoch durchaus für möglich.

Kernthema Solidarität

Als Kernthema nennt Hausbichler die Solidarität zwischen Geschlechtern, aber auch den sozialen Gruppen. Die Familienpolitik und Benachteiligung der Männer zieht sich dennoch durch das Programm. Schließlich hat die Partei ihren Ursprung in einer Bewegung von Scheidungsvätern. So sieht man eine Benachteiligung der Männer etwa in den Beratungsstellen des Landes, fordert die Aufnahme psychischer Gewalt durch Kontaktverweigerung für Väter in der Gewaltstatistik, sieht im “Vaterschaftsbetrug” ein Schwerverbrechen gegen den vermeintlichen und realen Vater und pocht darauf, näher zu erforschen, warum Männer eine geringere Lebenserwartung haben.

Männer als “Zwangsversorger”

Letzteres führt er auf die psycho-sozialen Belastungen und schlechter Work-Life-Balance zurück, denen Männer unterlägen. Ein Grund sei die Erziehung der Männer zu Alleinversorgern. Außerdem sei derzeit das System darauf ausgelegt, dass Männer nach einer Trennung in eine “Zwangsversorgerrolle” rutschen. Von Männern werde derzeit nur finanzielle Unterstützung gefordert, ein Recht auf eine andere Art der Unterstützung bestehe nicht. Abhilfe schaffen könnte hier eine Regelung, wonach der Vater wählen kann, ob er nach der Trennung von der Frau entsprechend viel Zeit für die Kinder aufwendet oder alternativ Alimente bezahlt.

Forderung nach Solidaritätslandesrat

Männer gegen Frauen stellen will Hausbichler eigenen Angaben zu Folge nicht. Ganz im Gegenteil fordert er die Etablierung eines Solidaritätslandesrats und -ministeriums. Grundsätzlich soll der Landesrat aber für ein gutes Miteinander von Frauen und Männern, Armen und Reichen sowie von Alten und Jungen sorgen. Wie dies im Detail aussehen soll, blieb man schuldig, verglich dies jedoch mit der jetzigen Arbeit des Frauenressorts.

(APA/VOL.AT)

 

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