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"Die Flüchtlingskrise war der 11. September Europas"

Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer zu Gast bei "Vorarlberg LIVE" am Montag.
Lustenaus Bürgermeister Kurt Fischer zu Gast bei "Vorarlberg LIVE" am Montag. ©Screenshot VOL.AT
Lustenaus ÖVP-Bürgermeister Kurt Fischer war am Montag zu Gast bei "Vorarlberg LIVE" zu Gast um über die Flüchtlingspetition seiner beiden Amtskollegen Dieter Egger und Florian Kasseroler von der FPÖ zu sprechen.
"Zwei Eisbrecher für Kanzler Kurz"
Zwei FPÖ-Bürgermeister für Flüchtlinge

Die Vorarlberger FPÖ-Bürgermeister Dieter Egger (Hohenems) und Florian Kasseroler (Nenzing) starteten eine Initiative, um Flüchtlinge aus Bosnien und Griechenland aufzunehmen. Prinzipiell nicht überrascht zeigte sich Fischer im Gespräch mit Marc Springer, dass die Initiative von zwei blauen Bürgermeistern ausgegangen ist.

Eggers und Kasserolers Petition unter dem Titel "Die Flüchtlingssituation, die uns betrifft - helfen statt wegschauen" sei insofern nicht überraschen gewesen, meint Fischer, da unter den Vorarlberger Bürgermeistern in regionalen, lokalen und Fragen der Humanität die Parteifarben keine Rolle spielen.

Man interpretiere deshalb auch zu viel in die Sache hinein, wenn es darum gehe, wer von welcher Partei diese Petition unterstütze. Dieses "Farbenspiel" sei vielleicht für die Medien interessanter als es für die Frage an sich ist.

Nicht ferngesteuert

Kurt Fischer stellt außerdem klar, dass der oft zitierte Eindruck es gäbe den Versuch die Bürgermeister im Land aus dem Landhaus oder gar aus Wien "fernzusteuern" so überhaupt nicht stimmen würde.

"Die Flüchtlingskrise war der 11. September Europas", meint Fischer. Die verständlichen Ängste der Menschen vor sozialem Abstieg, verstärkt durch die Coronakrise, zeige sich in einer allgemeinen Verunsicherung. Und mit der Angst der Menschen lasse sich eben trefflich Politik machen. Weil diese humanitäre Krise eine solche politische Brisanz habe, sei eine gesamteuropäische Lösung umso wichtiger.

Gerade die Flüchtlingsfrage sei eine, die Europa geeint lösen müsse. Man könne nur hoffen, dass es in Europa, wo die Menschenrechte so tief verwurzelt sind wie sonst nirgendwo auf der Welt, bald "dämmert" wie man die populistischen Spaltungstendenzen überwinden kann. Geeint müsse man die gegenwärtigen Probleme lösen, und darunter falle auch die Flüchtlingskrise.

Weitere Themen

Außerdem Gesprächsthema mit dem Lustenauer Bürgermeister in "Vorarlberg LIVE" war die aktuelle Corona-Situation in Vorarlberg rund um Inzidenzen und die Modellregion sowie das neu entstandene Ring-Biotop im Auer Ried.

(VOL.AT)

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