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Debatte um den Vorarlberger Grün-Politiker Adi Gross geht weiter

Grünen-Politiker Adi Gross.
Grünen-Politiker Adi Gross. ©Oliver Lerch
Der Bundesrat hat auf die Frage eines Delegierten bei der Landesversammlung im November dementiert, dass er eine Leitungsfunktion im Landesdienst bekomme - das Dementi habe sich auf die Leitungsfunktion bezogen und nicht auf die Rückkehr in den Landesdienst, sagt Gross jetzt - Teilnehmer haben eine andere Erinnerung.
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Gross kehrt in den Landesdienst zurück

Von Günther Bitschnau (wpa)

Man denkt irgendwie unweigerlich an das angebliche Zitat von Konrad Adenauer hinsichtlich "Feind, Todfeind, Parteifreund". Dieses Bonmot des deutschen Politikers gilt offenbar auch für die Vorarlberger Grünen, denn die Debatte rund um den ehemaligen grünen Klubobmann im Landtag und jetzigen Bundesrat Adi Gross reißt nicht ab, wie jetzt interne Informationen zeigen.

Kurz nach Bekanntwerden des Versuchs von Gross, seinen Lebenslauf bei Wikipedia hinsichtlich seiner öffentlich diskutierten Rückkehr in den Landesdienst zu verändern, erfährt die Wirtschaftspresseagentur.com von Grün-Politikern, dass genau diese mögliche Rückkehr schon am 4. November 2019 bei der nicht-öffentlichen Landesversammlung der Grünen im Vinomna-Saal in Rankweil ein Thema war. Dort gab es auch ein Hearing von mehreren grünen Bundesrats-Kandidaten.

Wie die wpa jetzt von mehreren Teilnehmern dieser nicht-öffentlichen Versammlung erfuhr, habe ein junger Delegierter Gross bei diesem Hearing für den Bundesrat gefragt, ob es korrekt sei, dass er eine Leitungsfunktion für den Bereich "Klimaschutz" oder so im Vorarlberger Landesdienst annehmen werde und ob er das auch machen werde, wenn er in den Bundesrat gewählt werde. Dabei habe der Delegierte einen Zeitungsartikel in der Hand gehalten, wo es um diese mögliche Leitungsfunktion ging.

Dementi: Keine Leitungsfunktion

Daraufhin habe Gross geantwortet, dass dies mit der Leitungsfunktion im Landesdienst nicht stimme und der Artikel nicht korrekt sei. Dabei sei ihm auch Landessprecher Johannes Rauch zur Seite gestanden und habe betont, dass Gross keine Leitungsfunktion im Landesdienst bekommen werde. Nach diesem Moment gehen die Erinnerungen von manchen Versammlungsteilnehmern und Adi Gross allerdings auseinander.

"Tat so, als sei er eigentlich arbeitslos"

Denn nach Ansicht der wpa-Informanten habe Gross dabei so getan, als ob er sich nach seiner möglichen Wahl zum Bundesrat "einen zweiten Job" suchen werde und noch nicht wisse, was das sein werde. Mit keinem Wort habe Gross davon gesprochen, dass er per November 2019 ohnehin in den Landesdienst zurückkehren werde und dort noch nicht wisse, in welcher Funktion das sein werde. "Er hat so getan, als sei er quasi arbeitslos. Dabei hatte er doch sein Rückkehrrecht in den Landesdienst und hat kurz darauf davon Gebrauch gemacht", heißt es von einem Teilnehmer. Mit dem Wissen, dass Gross ohnehin einen sicheren Job beim Land habe, hätte so mancher Delegierter  für einen anderen Bundesrats-Kandidaten gestimmt, sind sich einige Teilnehmer sicher.

Gross: "Kann mich an den genauen Wortlaut nicht erinnern"

Adi Gross bestätigte auf wpa-Anfrage, dass es diese Frage eines Delegierten gegeben habe und er dementiert habe, dass er eine Leitungsfunktion im Landesdienst bekommen werde. "Dieses Dementi bezog sich aber auf die Leitungsfunktion und nicht auf meine Rückkehr in den Landesdienst", so Gross. Er habe nie dementiert, dass er zum Land zurückkehren werde. "Warum sollte ich auch, ich habe ja ein Rückkehrrecht." Er habe davon gesprochen, dass er sich in Verhandlungen hinsichtlich eines weiteren Jobs neben der möglichen Bundesratsfunktion befinde. "Ich kann mich an den genauen Wortlaut meiner Antwort nicht erinnern, aber ich bin mir sicher, dass irgendwann auch das Wort "Land" gefallen ist."

"Man hätte auch genauer nachfragen können"

Er, Gross, sei der Ansicht, dass er niemanden darüber getäuscht habe, dass er so oder so in den Landesdienst zurückkehren werde, egal ob Bundesrat oder nicht. "Man hätte ja auch genauer nachfragen können. Irgendwo gibt es eine Holschuld von Leuten, die das so genau wissen wollen." Allerdings habe es keine weiteren Fragen bei der Landesversammlung in Bezug auf dieses Thema gegeben.

Adi Gross ist seit November 2019 Mitarbeiter im Fachbereich Energie & Klimaschutz beim Amt der Vorarlberger Landesregierung ohne Leitungsfunktion.

(wpa)

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