Das Martyrium der Tamira Paszek – Dornbirnerin versucht Neustart

Paszek ist derzeit als Schiedsrichterin bei den Jugendmeisterschaften im Einsatz
Paszek ist derzeit als Schiedsrichterin bei den Jugendmeisterschaften im Einsatz ©Oliver Lerch Paszek ist derzeit als Schiedsrichterin bei den Jugendmeisterschaften im Einsatz ©Oliver Lerch || APA
Dornbirn - Nach einer Serie von Verletzungen und Erkrankungen arbeitet Tamira Paszek (27) in Vorarlberg an ihrer Rückkehr in die Tennisszene.
Tennis-Spielerin Tamira Paszek

Im Juli 2006 schrieb Tamira Paszek ein Kapitel Tennisgeschichte. Bei den Tennis-Staatsmeisterschaften in Dornbirn kürte sich die Lokalmatadorin mit 15 Jahren und 228 Tagen zur jüngsten Staatsmeisterin der ÖTV-Geschichte. Bei den aktuell auf der Anlage ihres Heimatvereins über die Bühne gehende ÖTV-Jugendmeisterschaft ist die mittlerweile 27 Jahre alte Paszek als Oberschiedsrichterin im Einsatz.

Martyrium begann 2016

Die Wimbledon-Viertelfinalistin der Jahre 2011 und 2012 hat ein regelrechtes Martyrium hinter sich. Nach einer kombinierten Mandel-, Nebenhöhlen- und Kieferhöhlenoperation Ende Oktober 2016 glaubte Paszek ihre chronischen Probleme behoben. Doch der Leidensweg begann dann erst so richtig: Möglicherweise ausgelöst durch die Operation erkrankte sie an einer Trigeminusneuralgie, einer schmerzhaften Nervenerkrankung im Gesicht.

Nach dem Kurzcomeback Anfang 2017 mit zwei Turnieren beendete die ehemalige Nummer 26 der Weltrangliste bereits im März 2017 ihr Tennisjahr. Paszek wollte herausfinden, was ihr sonst noch Spaß macht, immerhin war sie seit dem zwölften Lebensjahr in Sachen Tennis unterwegs gewesen.

Nächster Rückschlag

Der nächste Rückschlag erfolgte dann im Herbst 2017. Ein Ganglion (Anm. Nervengeschwulst) wurde bei einer MIR-Untersuchung zwischen den Zehen am rechten Fuß entdeckt und musste operativ entfernt werden. Damit musste der Plan, 2018 in Australien auf die Tour zurückzukehren, wieder verworfen werden.

Nach knapp viermonatiger Vorbereitung erfolgte dann im April beim mit 25.000 Dollar dotierten Sandplatzturnier in Wiesbaden der nächste Comebackversuch. Trotz der klaren Niederlage glaubte die Dornbirnerin, nun ihre Pechsträhne überwunden zu haben. Paszek wollte sich in kleinen Schritten zurückkämpfen. Als erster Höhepunkt wurde die Teilnahme am Qualifikationsbewerb in Wimbledon ins Visier genommen. Doch postwendend folgte der nächste Rückschlag, und wegen der erneuten Beschwerden am Fuß musste die dreifache WTA-Turniersiegerin ihren Turnierplan über den Haufen werfen und wieder eine Zwangspause einlegen.

Noch Ziele und Träume

Paszek macht kein Hehl daraus, dass sie in dieser Zeit auch über ein Karriereende nachgedacht hat. Bis April 2019 oder maximal acht Turnieren hat Paszek ein geschütztes Ranking und muss sich bezüglich Weltrangliste keinen Druck machen. „Wenn alles so bleibt, werde ich in der kommenden Woche wieder mit dem Training starten. Fix ist, dass dies in Vorarlberg erfolgen wird. Hier hat alles begonnen und hier soll der x-te Neustart erfolgen”, gibt Paszek bekannt.

(Quelle: VN/Dünser)

>>Den ganzen Artikel lesen Sie in den “Vorarlberger Nachrichten“. <<

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