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Coronavirus nun auch in Südtirol angekommen

In Italien gibt es derzeit einen besonders starken Anstieg an Coronavirus-Infizierten. Nun soll sich auch jemand in Südtirol angesteckt haben.
In Italien gibt es derzeit einen besonders starken Anstieg an Coronavirus-Infizierten. Nun soll sich auch jemand in Südtirol angesteckt haben. ©APA / Symbolbild
In Südtirol ist ein erster Coronavirus-Fall gemeldet worden. Am Mittwoch wird indes ein Krisenstab in Vorarlberg aktiv.

Ein junger Mann, der beim ersten Versuch negativ getestet worden war, wies bei einem zweiten Test ein positives Ergebnis auf, berichtete das Südtiroler Nachrichtenportal "stol.it".

Bozen. Beim Mann dürfte es sich um die neunte in Südtirol kontrollierte Person handeln, bei der sich wie bei den anderen der Verdacht zunächst nicht bestätigt hatte. Der infizierte Mann soll keine Krankheitssymptome aufweisen.

In ganz Italien sind damit bisher sechs Todesopfer und 229 Infizierte nach Angaben des italienischen Zivilschutzes in Zusammenhang mit der in Norditalien ausgebrochenen Coronavirus-Epidemie registriert worden. Eine Person sei am Coronavirus genesen, teilte Italiens Zivilschutzchef Angelo Borrelli mit.

Siebtes Todesopfer in Italien

Die Zahl der Coronavirus-Todesopfer in Italien ist am Montag auf sieben gestiegen. Am Montagabend starb ein 62-Jähriger aus der lombardischen Ortschaft Castiglione d ́Adda. Er kam im Krankenhaus der Stadt Como ums Leben, berichteten italienischen Medien.

Bei den anderen drei Todesopfern, die am Montag gemeldet wurden, handelte es sich um drei Männer im Alter von über 80 Jahren, berichteten die lombardischen Gesundheitsbehörden. Italien ist weltweit auf Platz drei in der Liste der Länder mit den meisten Coronavirus-Infektionen aufgerückt.

Vorarlberg richtet Krisenstab ein

Indes kündigte Markus Wallner an, am Mittwoch einen Krisenstab einzurichten, um über mögliche bzw. nötige Maßnahmen im Lande zu beraten. Grund sei das "Eintreffen des Coronavirus in Norditalien und die dortigen jüngsten Entwicklungen".

„Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, aber wir treten vorsorglich zusammen, um für den Fall des Falles gewappnet zu sein. Dafür ist es wichtig, dass alle zuständigen Stellen im Land über den gleichen umfassenden Informationsstand verfügen und sich abstimmen, damit wir später rasch handeln und die erforderlichen Schritte setzen können“, so Landeshauptmann Markus Wallner. Er sei mit den Nachbarregionen um den Bodensee und auch mit der heimischen Wirtschaft in Kontakt.

Im Vorfeld hatte auch SPÖ-Klubobmann Staudinger einen Krisenstab vorgeschlagen.

Kurz kündet Reisewarnungen an

(APA / Red.)

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