Corona-Hilfen: Tirol hinter Wien und OÖ bundesweit an dritter Stelle

Covid-Wirtschaftshilfen: Ausbezahlt wurden bis Ende März rund 37 Mrd. Euro an Unterstützungsleistungen
Covid-Wirtschaftshilfen: Ausbezahlt wurden bis Ende März rund 37 Mrd. Euro an Unterstützungsleistungen ©Pixabay (Sujet)
Was die Höhe der bislang erfolgten Covid-Wirtschaftshilfen in Österreich betrifft, so liegt Wien mit 2,21 Mrd. Euro an der Spitze - gefolgt von Oberösterreich und Tirol.
Corona-Hilfen: Viele Firmenpleiten verhindert
Umsatzersatz: Meiste Hilfsanträge genehmigt

Bei den Covid-Wirtschaftshilfen (Garantien, Ausfallsbonus, Fixkostenzuschuss, Umsatzersatz, Verlustersatz) ist Tirol ganz vorne dabei. In Wien beliefen sie sich bisher auf 2,21 Mrd. Euro, in Oberösterreich auf 1,48 Mrd. und in Tirol - an dritter Stelle - auf 1,39 Mrd. Euro, berichtet der "Kurier".

Tourismus-Anteil in Tirol am höchsten

Zum Vergleich: Wien hat rund 1,9 Mio., Oberösterreich rund 1,5 Mio. und Tirol in etwa 750.000 Bewohner. In Tirol ist mit 60 Prozent der Gastro-Anteil an den Hilfen besonders hoch.

Bundesweit zahlte die Regierung bis Ende März knapp 37 Mrd. Euro an Unterstützungsleistungen aus bzw. sicherte die Summe rechtsverbindlich zu. 15 Mrd. Euro davon wickelt die eigens dafür gegründete Cofag-Finanzierungsagentur ab. Über sie laufen Umsatz- und Verlustersatz, Fixkostenzuschuss, Ausfallsbonus und Garantien ab. Der Großteil der Cofag-Hilfen waren laut "Kurier" (Dienstagsausgabe) Direktzuschüsse, am häufigsten wurde der Umsatzersatz (760 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Blümel erartet von Öffnung entspanntere Wirtschaftslage

Finanzminster Gernot Blümel (ÖVP) meinte heute in einer Stellungnahme zur APA dazu: "Die aktuellen Öffnungsschritte werden die wirtschaftliche Lage in Österreich bis Ende des Sommers deutlich entspannen. Klar ist aber auch, dass nicht alle Betriebe diese Erholung sofort spüren werden. Gerade in der aktuellen Comeback-Phase sind unsere Hilfen wichtig, um Arbeitsplätze und Unternehmen auch auf den letzten Metern der Krise bestmöglich zu unterstützen." Die Hilfen spiegelten die regionalen Unterschiede und die große Abhängigkeit von Tourismus und Export wieder.

Das Finanzministerium hat dazu der APA eine genauere Auflistung zur Verfügung gestellt. Die Zahlen beziehen sich auf den Stichtag 31. März 2021. In Oberösterreich wurden bis zum Ende des ersten Quartals 2021 über 63.000 Anträge mit einem Volumen von fast 1,5 Mrd. Euro genehmigt. Der Großteil davon sind Direktzuschüsse. Im Schnitt werde ein Antrag auf den Ausfallsbonus in einer Woche, den Umsatzersatz in 10 Tagen und den Fixkostenzuschuss binnen zwei Wochen abgewickelt.

Covid-Hilfen: 85.000 Anträge in Wien genehmigt

In Wien wurden knapp 85.000 Anträge mit einem Volumen von über 2,2 Mrd. Euro genehmigt. Der Großteil davon sind auch hier Direktzuschüsse. Am breitesten gewirkt habe bisher der Umsatzersatz, wo in Wien bereits beinahe 760 Mio. Euro genehmigt und ausbezahlt worden seien, so das Ministerium.

In Niederösterreich wurden bis zum Ende des ersten Quartals knapp 70.000 Anträge mit einem Volumen von über 1 Mrd. Euro genehmigt. In der Steiermark waren es knapp 60.000 Anträge (nahezu 1,3 Mrd. Euro ). Salzburg kam auf 40.000 Anträge (1 Mrd. Euro).

Auch in Tirol vor allem Umsatzersatz

Tirol vermeldete fast 60.000 Anträge mit einem genehmigten Volumen von mehr als 1,4 Mrd. Euro. "Am breitesten gewirkt hat bisher der Umsatzersatz, wo in Tirol bereits beinahe 330 Mio. Euro genehmigt und ausbezahlt werden konnten", so die Finanz. Fast 60 Prozent entfielen auf Beherbergung und Gastronomie. Vorarlberg arbeitete über 17.000 Anträge (420 Mio. Euro) ab, Kärnten 29.000 Anträge (rund 450 Mio. Euro). Im Burgenland wurden über 12.000 Anträge erfasst (215 Mio. Euro).

>>Aktuelle Nachrichten zur Corona-Krise

(APA/Red)

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