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Chinesen lieben Hallstatt: Ansturm auf das Dorf hält an

Hallstatt im Salzkammergut.
Hallstatt im Salzkammergut. ©APA
Hallstatt im Salzkammergut begeistert Touristen aus China. 2012 haben sie eine Kopie der österreichischen Gemeinde in China eröffnet, der Touri-Ansturm auf das Original hält aber an.
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2012 haben die Chinesen innerhalb eines Jahres China das österreichische Dorf Hallstatt nachgebaut und sich somit ein Stück Alpenidylle in die subtropische Provinz Guangdong geholt. Nichtsdestotrotz hält der Ansturm von chinesischen Touristen auf das Dorf im Salzkammergut an.

Top-Tour-Liste der Chinesen

Zwischen Jänner und Juli 2018 kamen heuer laut Österreich Werbung (ÖW) rund 542.000 Touristen aus China nach Österreich – das waren um 8,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Nächtigungen legte um 11,5 Prozent auf rund 781.000 zu. Auf der Top-Tour-Liste der Chinesen stehen – ganz klassisch – Wien, Innsbruck (mit Abstecher zu Swarovski nach Wattens), die Stadt Salzburg sowie Hallstatt und zunehmend auch St. Wolfgang. Die durchschnittliche Verweildauer in Österreich betrug im abgelaufenen Jahr 1,4 Nächtigungen.

A family walks in the Chinese replica of Austria's UNESCO heritage site, Hallstatt village, in China's southern city of Huizhou in Guangdong province June 1, 2012. Metals and mining company China Minmetals Corporation spent $940 million to build this controversial site and hopes to attract both tourists and property investors alike, according to local newspaper reports. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: BUSINESS SOCIETY TRAVEL)
A family walks in the Chinese replica of Austria's UNESCO heritage site, Hallstatt village, in China's southern city of Huizhou in Guangdong province June 1, 2012. Metals and mining company China Minmetals Corporation spent $940 million to build this controversial site and hopes to attract both tourists and property investors alike, according to local newspaper reports. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: BUSINESS SOCIETY TRAVEL) ©A family walks in the Chinese replica of Austria's UNESCO heritage site, Hallstatt village, in China's southern city of Huizhou in Guangdong province June 1, 2012. Metals and mining company China Minmetals Corporation spent $940 million to build this controversial site and hopes to attract both tourists and property investors alike, according to local newspaper reports. REUTERS/Tyrone Siu (CHINA - Tags: BUSINESS SOCIETY TRAVEL)
Chinesisches Hallstatt
Women rest with their daughters at the Chinese replica of Austria's UNESCO heritage site, Hallstatt village in China's southern city of Huizhou in Guangdong province
Women rest with their daughters at the Chinese replica of Austria's UNESCO heritage site, Hallstatt village in China's southern city of Huizhou in Guangdong province

“Bergerlebnis” à la James Bond

Zwei Drittel der Übernachtungen entfallen auf die Sommersaison. “Sport ist erst am Entwickeln – es wird nicht so sein, dass die Chinesen im Winter eine Woche Skifahren kommen”, sagt Peter Stolba von der nationalen Tourismusmarketingorganisation Österreich Werbung (ÖW). Sehr wohl offen seien die Asiaten aber für eine Kombi aus “Bergerlebnis und Kulinarik” à la “007 Elements” in Sölden, wie sie die James-Bond-Erlebniswelt im Ötztal auf 3.000 Metern Höhe bietet.

Bessere Flugverbindungen

Einen wesentlichen Beitrag zu den Steigerungsraten liefern verbesserte Flugverbindungen – die Austrian Airlines haben in Richtung Shanghai und Peking aufgestockt, es gibt täglich Flüge. Air China fliegt fünfmal wöchentlich nach Österreich.

Chinesen bezahlen mit dem Handy

Die Chinesen seien “Heavy Digital User” und bezahlten am liebsten via Handy. “Kreditkarten spielen in China eine äußerst geringe Rolle, es gibt oft nur noch digitale Zahlungsmöglichkeiten”, berichtete Emanuel Lehner-Telic, Regionalmanager der ÖW in China. Kreditkarten und Bargeld würden kaum noch genützt. Darauf solle sich der heimische Tourismus zunehmend einstellen. Rewe, Swarovski, Spar und Sixt hätten bereits auf die Bezahlmöglichkeit via QR-Code umgestellt.

135 Millionen Auslandsreisen

Chinesische Urlauber machten rund 135 Millionen Auslandsreisen pro Jahr, 2025 sollen es den Angaben zufolge voraussichtlich 200 Millionen sein. “Davon wird natürlich auch Österreich profitieren”, erwartet Stolba. Derzeit absolvierten die Touristen aus China die Hälfte ihrer Trips in der eigenen Region, vorzugsweise in Hongkong, Macao und Taiwan. “Die andere Hälfte geht nach Europa.” Österreichs schärfste Mitbewerber seien da die Schweiz und Deutschland.

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