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Causa PFZ: Ende gut, alles gut?

PFZ Feldkirch
PFZ Feldkirch ©VN
Vor der Abstimmung am Dienstag zeichnet sich ein Kompromiss ab, mit dem alle Beteiligten grundsätzlich leben könnten.
Schließung des PFZ Feldkirch
Eltern wehren sich

Die dunklen Wolken über dem Pädagogischen Förderzentrum in Feldkirch scheinen sich zu verziehen, Elternvertreter, Stadt und Bildungsdirektion ebnen einer inklusiven Lösung im Sinne aller Beteiligten den Weg. Auch wenn damit der endgültige Fortbestand der seit Jahren in bestem Ruf stehenden Eintrichtung keineswegs in trockenen Tüchern ist.

Konstruktive Gespräche

Von Seiten der Stadt zeigt man sich erfreut über die letzten Gespräche
mit den Betroffenen. Man sei sich auf einer respektvollen Ebene begegnet und die Vertreter der Montfortstadt zeigten sich angesichts des angepeilten Kompromisses und der Aufstockung der Plätze im Neubau der VS Altenstadt, die einen Teil der Plätze kompensiert, zuversichtlich, dass eine
Lösung im Sinne aller Beteiligten gefunden werde. Besonders wichtig sei, dass kein Kind auf der Strecke bleiben werde und eine Schließung des PFZ erst dann in Frage komme, wenn für jedes Kind eine adäquate Lösung gefunden werden könne.

Elternverein geht trotzdem auf die Straße

Während sich die Initative Pro PFZ Feldkirch zumindest in Teilen für
den angesprochenen Kompromiss ausspricht, bleibt der Elternverein
weiter kämpferisch. Sie wollen sich auch künftig für einen dauerhaften
Erhalt der Einrichtung stark machen und gehen auf die Straße. Morgen,
um 14 Uhr, wollen sie ihrem Unmut noch einmal in aller Öffentlichkeit
vor dem Landhaus in Bregenz Luft machen, auch direkt vor der Abstimmung in Feldkirch am Dienstag ist eine Kundgebung geplant.

Stimmen

Hannes Stribl, Initiative Pro PFZ Feldkirch: „Auch wenn die anfängliche Ausgangslage für uns eher aussichtslos war, konnten wir viele davon überzeugen, dass es ohne PFZ eben nicht funktionieren wird. Nie hätten wir allerdings Gehör gefunden, wenn uns nicht die mediale Unterstützung
– und hier vor allem WANN & WO – zuteil geworden wäre. Im Endeffekt haben sich alle Verantwortlichen den Argumenten beugen müssen und die richtige Entscheidung für das Wohl besonders bedürftiger Kinder getroffen. Die Stilllegung des PFZ wird erst dann schlagend, wenn für jedes Feldkircher Kind ein inklusiver Schulplatz geschaffen wurde. Kinder aus Göfis oder Frastanz, die eigentlich auch zum Sonderschulsprengel gehören,
finden nach der Schließung in Feldkirch leider keinen Platz mehr. Hier müssen die Gemeinden Vorkehrungen treffen.“

Sabrina Erne, Elternverein PFZ: „Es ist schön, wenn sich die Stadt Feldkirch klar dazu bekennt, genügend Plätze für Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf anbieten zu wollen. Für uns Eltern bleiben aber immer noch Zweifel, wenn es um die Evaluierung der Schulen von Seiten der Bildungsdirektion geht – z.B. im Falle des Polytechnikums. Wir wünschen uns vor allem Transparenz und Einblick, wenn es um das Wohl unserer Kinder geht, gerade im Sinne der zukünftigen Generationen. Ich glaube auch nicht, dass es in Zukunft weniger Kinder mit speziellen Bedürfnissen geben wird. Im Gegenteil, auch aufgrund der Integration in allen Bereichen, werden es sicher mehr. Für uns Eltern wäre der Grundsatzbeschluss von 2017 die Ideallösung gewesen. Vielleicht hat es die Stadt seither etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen, wenn es um das Thema inklusive Schulen geht.“

Christian Kompatscher, Bildungsdirektion: „Wir haben uns die Situation erneut genau angesehen. Aufgrund der Rahmenbedingungen haben wir uns entschlossen, die Empfehlung für die Anzahl der Plätze für Kinder mit sonderpädogogischem Förderbedarf im Neubau der VS Altenstadt von sechs auf zwölf aufzustocken. Gleichzeitig wird überprüft, wie die Gesamtsituation in Feldkirch aussieht. Hier gilt es, in den nächsten Jahren an einer Lösung zu arbeiten, bei der die Feldkircher Kinder unterkommen. Das heißt aber nicht, dass die Lösung in Schlins oder Rankweil vom Tisch ist. Wir haben natürlich Verständnis für die Besorgnis der Eltern, es kann auch nicht pauschal gesagt werden, dass die Einrichtung in vier Jahren geschlossen wird. Der gesamte Prozess hat aber dazu geführt, dass sowohl auf Seiten der Bildungsdirektion als auch auf Seiten der Stadt Feldkirch als Schulhalter nun mehr Klarheit herrschen sollte.“

Die gesamte Ausgabe der Wann & Wo lesen Sie hier.

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