Bürgerforum: Das sagt der Schafhalter von Nofels

©VOL.AT/Rauch
Auch in anderen Gemeinden hat der Schafbauer von Nofels seine Konflikte. Er steht zu seinem streitbaren Charakter, schließlich sei er sowohl gegenüber Behörden wie Nachbarn im Recht. 
Der Schafstall in Nofels
Schafstall beschäftigt Nachbarn und Behörden

Die Situation rund um einen Schafstall in Nofels beschäftigt Nachbarn und Behörden. Der Stall entspreche nicht der Bauordnung, die Unterbringung und Versorgung der Tiere sei mehr als verbesserungswürdig und das Gelände sei durch seine Außenwirkung ein “Schandfleck”, so die Kritik im Bürgerforum Vorarlberg. Vonseiten der Stadt und Bezirkshauptmannschaft bestätigt man, dass mehrere Verfahren diesbezüglich offen sind.

Auch in anderen Gemeinden Probleme

Während im VOL.AT-Forum viele Leser den Besitzer der Liegenschaft verteidigen, melden sich auch andere Stimmen. So sei der Schafbauer auch in Göfis kein Unbekannter, wo er seit fünf Jahren Schafe halte. Gemeindemitglieder berichten gegenüber VOL.AT von miserablen Zuständen auf dem Grundstück. Allein vergangenes Jahr sei ein Mutterschaf auf der Wiese verendet, schon mehrmals seien Schafe und Lämmer durch zusammenbrechende Unterstände und unsachgemäß aufgebaute Elektrozäune verletzt worden.

Immer wieder wären die Tiere verletzt oder in einem schlechten Zustand, orten die Kritiker auch in Göfis mangelnde Pflege der Schafe. Die Tiere würden auf dem Grundstück über Tage sich selbst überlassen, was vor allem bezüglich der Wasserversorgung kritisch würde. Auch würden die Tiere länger auf dem Grundstück gehalten, als die Weide an Futter hergebe. Ein Auskommen mit ihm sei schwierig, auf Kritik reagiere man aggressiv und ausfallend.

Schafbauer verteidigt sich

Dass er einen streitbaren Charakter hat, bestätigt der Senior gegenüber VOL.AT selbst. Angefangen habe er jedoch keinen, ist er überzeugt. Ein Stadtbediensteter habe ihn selbst gefragt, warum er nicht höher baue, dass diese außerdem seinen Antrag verloren habe sei nicht seine Schuld. Dies verhandle er bis zum Schluss. Die Kritik an seiner Tierhaltung komme von Menschen, die keinen Einblick in die Tierhaltung habe, erklärt er im Videointerview mit VOL.AT. Eine Schafrasse verliere ihre Wolle von selbst, die wirke für Außenstehende daher schnell einmal verwahrlost. Freilebende Schafe humpeln schnell einmal, wenn der Schlamm zwischen den Zehen trocknen und dann schmerzhaft drücke beim Gehen. Und ein Schaf, dass sich beim Elektrozaun verletzte, habe er aufwändig gepflegt trotz Lähmungen statt sich des Tieres entlegt.

Verhärtete Konflikte

Die dauernden Konflikte mit Anrainern erklärt er dadurch, dass sie nicht das persönliche Gespräch suchen, sondern hinter seinem Rücken gegen ihn agieren. Mit anderen Nachbarn verstehe er sich sehr gut. Mit anderen wiederum sind die Fronten verhärtet, wie seinem ehemaligen Vermieter. Die gegenseitigen Vorwürfe reichen von Diebstahl über Veruntreuung bis liderlichen Lebenswandel. Beide Seiten lassen aneinander kein gutes Haar. Bei Konflikten nimmt sich der gebürtige Tiroler auch sonst kein Blatt vor den Mund, der Umgangston ohne Jugendfreigabe, die Fronten verhärtet.

Lebensbedingungen selbst gewählt

Sein jetziges Leben sei so, wie er es wolle, seine Vorgeschichte gehe niemanden etwas an. Er falle niemandem zur Last, zahle seine Verpflichtungen und erschaffe sich alles selbst. Dass er in einem Wohnmobil mit angebautem Vorraum wohne ohne fließend Wasser und Kompost-Toilette sei seine freie Entscheidung. Dies gehe niemanden etwas an – und wenn es jemand störe, seien sie eingeladen die Kosten zu übernehmen.

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