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Bregenzer Festspiele zeigen "Das Leben am Rande der Milchstraße"

Bregenzer Festspiele: Uraufführung der Sitcom-Oper von Bernhard Gander
Bregenzer Festspiele: Uraufführung der Sitcom-Oper von Bernhard Gander ©VOL.AT/ Steurer
Bregenz - Wer Freitag bei der Uraufführung der Sitcom-Oper "Das Leben am Rande der Milchstraße" von Bernhard Gander im Rahmen der Bregenzer Festspiele eine Sitcom a la "Alf" erwartet hatte, wurde enttäuscht. Das Werk erwies sich als musikalisch interessanter, dramaturgisch jedoch eher mühsam-holpriger Musiktheater-Versuch, die (EU-)Bürokratie zu karikieren. Dennoch freundlicher Beifall des Publikums.
"Das Leben am Rande der Milchstraße"
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Der Komponist Bernhard Gander (45) hat im Auftrag der Bregenzer Festspiele, von “Wien Modern” und Konzerthaus Wien nach dem Libretto von Johannes Heide und Christa Salchner “Das Leben am Rande der Milchstraße” als sein erstes musikdramatisches Werk geschrieben. Sitcom ist für den Krenek-Preis-Träger 2004 eine rasche Abfolge komischer Momente, die durch eine Rahmenhandlung verbunden sind. In seiner variablen Musik mit viel Elektroakustik, aber auch karikierenden Zitaten und Anspielungen auf die Operntradition (exzellent das Ensemble “Phace” unter Leitung von Simeon Pironkoff) kommt der Osttiroler diesem Anspruch wesentlich näher als die nur langsam anlaufende Handlung auf der Bühne. Noch dazu unterbrechen zwei (zu) lange Pausen den Fluss der Handlung.

In der Inszenierung auf der Werkstattbühne der Bregenzer Festspiele von Nicola Raab (Ausstattung Alexandra Burgstaller) tummeln sich die gesangstechnisch hervorragenden Mitarbeiter des European Buero for Future (EBF) in einem absurden Ambiente. Ihr Arbeits-Output soll vom sehr korrekten EU-Agenten Leo Maria Bloom (Bariton Benjamin Appl) und seiner übereifrig-tollpatschigen Praktikantin Imogen Wirth (Sopran Theresa Dlouhy) evaluiert werden. Das ehemalige EU-Prestige-Projekt an der Adresse Milchstraße 142 a in Klosterneuburg erweist sich als Tummelplatz skurriler Existenzen: Büroleiter mit Guru-Gehabe Jürgen Oder (Bass Nicholas Isherwood) ist ein verkappter Vogelkundler und stellt sich als leiblicher Vater von Bloom heraus. An seiner Seite fuhrwerken die verunsicherte Büro-Assistentin Isabella Weyprecht (Mezzo Anna Clare Hauf), Yumi Desphande (Sopran Bibiana Nwobilo) als PR-Frau und Möchtegern-Revolutionärin und EDV-Chef Kevin von Szechenyi (Kontertenor Bernhard Landauer), der eigentlich Musiker sein möchte.

Ab der zweiten Staffel nahm die Handlung Fahrt auf und erreichte im Teil drei mit einer Halloween-Persiflage den vorläufigen Sitcom-Höhepunkt. Nach der Uraufführung der ersten drei von sieben Episoden im Rahmen der Programmschiene KAZ (Kunst aus der Zeit) in Bregenz (Wiederholung am 3. August) kommen die Fortsetzung und die restlichen der insgesamt sieben Staffeln im Herbst beim Festival “Wien Modern” heraus. (APA/red)

69. Bregenzer Festspiele bis 25. August.
Werkstattbühne in der Reihe “KAZ – Kunst aus der Zeit”: UA Auftragswerk “Das Leben am Rande der Milchstraße”, Sitcom-Oper von Bernhard Gander, weitere Aufführung am 3. August um 20.00 Uhr.  Wiederaufnahme und Fortsetzung Ende Oktober beim Festival “Wien Modern”. Weitere Infos auf der Festspiel-Homepage.

Alles rund um die Festspiele im Special.

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