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Bregenzer Festspiele: KAZ-Schiene wieder mit mehreren Uraufführungen

Pressekonferenz KAZ: Kunst aus der Zeit startet am Freitag
Pressekonferenz KAZ: Kunst aus der Zeit startet am Freitag ©Bregenzer Festspiele / Anja Köhler
Bregenz - Mehrere Uraufführungen sind auch in diesem Jahr wieder fixer Bestandteil der "Kunst aus der Zeit"(KAZ)-Produktionen der Bregenzer Festspiele, die kommende Woche starten.

Mit Spannung erwartet werden am 1. August die Premiere der Sitcom-Oper “Das Leben am Rande der Milchstraße” und am letzten Festspielwochenende (21. August) das Musiktheater “Trans Maghreb” nach einer Novelle von Hans Platzgumer.

Pountney: “Wichtige Aspekte der Festspiele”

Das Zeitgenössische zu einem fixen Bestandteil der Vorarlberger Festivals zu machen, war dem scheidenden Intendanten David Pountney immer ein Anliegen. Nur wenige Wochen vor dem Ende seiner Arbeit in Vorarlberg zeigte sich der Brite zufrieden mit dem Ergebnis seiner Bemühungen: “KAZ beinhaltet wichtige Aspekte der Bregenzer Festspiele”, betonte Pountney bei der KAZ-Pressekonferenz in Bregenz. “Genauso wie wir in moderne Autos steigen, sollen wir auch modernes Musiktheater genießen”, beschrieb er die Selbstverständlichkeit zeitgenössischer Kunst als “Ausdruck eines modernen Lebens” und der heutigen Kultur.

“Das Leben am Rande der Milchstraße”

Eine Mischung aus Fernseh-Format und klassischem Musiktheater stellt die Sitcom-Oper “Das Leben am Rande der Milchstraße” dar. Die Musik stammt von Bernhard Gander, inszeniert wird das Stück von Nicola Raab, die bereits 2008 ihr Bregenz-Debüt mit der Uraufführung von “Eine Marathon-Familie” gab. “Ein virtuoser Ritt für uns alle”, so Raab, die die sehr schnellen Übergänge zwischen Gesang, Dialog und vor allem den abrupten Wechsel zwischen beidem als eine “ziemliche Herausforderung für die Darsteller” beschrieb.

“Das Leben am Rande der Milchstraße” beleuchtet satirisch-humorvoll die Absurdität und Abgründe der modernen Arbeitswelt und spielt in einem Büro. “Ein in sich geschlossenes System, in das ein Element von außen hineingeschmissen wird und man beobachtet, wie es sich zurechtfindet”, umriss Raab kurz die Handlung. Spannend sei die Kombination der Banalität einer Sitcom und der Überhöhung, wie sie in der Oper stattfinde. Ein Element, das auch den in Wien lebenden Komponisten Gander, einen erklärten Heavy-Metal-Fan, vor Probleme gestellt hatte: Die erste Fassung der Arbeit von drei bis vier Monaten landete kurzerhand im Müll. “Danach hat es einfach funktioniert”, so Gander. Wusste er nicht mehr weiter, habe er Black Metal gehört, eine E-Gitarre fand vielleicht auch deshalb Eingang in die Komposition.

Drei Folgen der Sitcom-Oper in Bregenz

Die Oper ist eine Auftragskomposition von Wien Modern, Wiener Konzerthaus und Bregenzer Festspiele. In der Vorarlberger Landeshauptstadt gezeigt werden die ersten drei Folgen, weitere vier sind im Herbst bei Wien Modern zu sehen.

Musiktheater “Trans Maghreb”

Eine wahre Begebenheit liegt dem Musiktheater “Trans Maghreb” zugrunde, das auf der gleichnamigen Novelle des Autors Hans Platzgumer basiert. Ein österreichischer Bautrupp, der eine Eisenbahntrasse durch die Wüste Libyens errichten soll, wird in der Zeit des Arabischen Frühlings in einem Containerlager festgehalten. Beleuchtet werden dabei die Verhaltensweisen der quasi eingesperrten Männer. “Wie weit macht sich Angst breit, wer bleibt cool, wer schlägt sich durch oder versucht selbst aus dieser Situation noch Profit zu schlagen”, umschrieb Platzgumer sein Interesse an der Geschichte seines Schwagers. Peter Herbert hat in seiner Vertonung bewusst auf eine Mischung aus arabischer und weltlicher Musik gesetzt. Regisseur Arthur Braun setzte das Stück in einer begehbaren Inszenierung um, die Ängste, Hoffnungen, und das Schicksal der in der Wüste Eingesperrten zu einem nachempfindbaren Erlebnis für das Publikum machen soll.

“The Table” im Theater Kosmos

Im Theater Kosmos wartet am 15. August eine kleine grantige Puppe auf die KAZ-Freunde. Bei “The Table”, einem epischen Puppenspiel “inspiriert von Samuel Beckett, der Bibel und IKEA”, wie es in der offiziellen Ankündigung heißt, steht Moses im Mittelpunkt des Geschehens. Zeitgenössische Musik liefert im Rahmen der KAZ-Programmreihe das “Altenberg Trio Wien” am 5. August im Kunsthaus Bregenz und die 13. Internationale Sommerakademie Opus XXI mit ihrem Abschlusskonzert mit zwei Uraufführungen und einer österreichischen Erstaufführung am 22. August im Festspielhaus Bregenz.

69. Bregenzer Festspiele
vom 23. Juli bis 25. August
Tickets: verfügbar unter +43 5574 4076 und hier

Alles rund um die Festspiele im Special

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