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Bis zu 245 Euro! So muss man die ORF-Jahresgebühr nicht auf einen Schlag bezahlen!

Über den ORF-Beitrag werden auch die Landesstudios finanziert.
Über den ORF-Beitrag werden auch die Landesstudios finanziert. ©Symbolfoto: D. Stiplovsek
Neue Regelungen für die "ORF-Gebühr" ab 2024 und was man tun kann, damit man die volle Summe von bis zu 245 Euro nicht auf einen Schlag bezahlen muss.

Ab 2024 müssen Österreichs Haushalte und Unternehmen einen jährlichen "ORF-Gebühr" entrichten, der unabhängig von Empfang und Gerätetyp erhoben wird, die sogenannte Haushaltsabgabe kommt. Die jährliche Rechnung wird im Januar verschickt und beträgt mindestens 183,60 Euro, in Kärnten sogar 244,80 Euro, weil noch Landesgebühren fällig werden. Vorarlberg verzichtet auf die Einhebung dieser Gebühr. Die Zahlung muss innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der Zahlungsaufforderung erfolgen, also auf einen Schlag, wie zuerst der "Standard" am Freitag berichtete.

Eine Ausnahme

Es gibt jedoch eine Ausnahme: Kunden, die den Beitrag per Sepa-Lastschriftmandat bezahlen, können wählen, ob sie alle zwei oder sechs Monate zahlen möchten. Für diejenigen, die bereits GIS-Gebühren entrichtet haben, bleiben die aktuellen Zahlungsbedingungen bis Ende 2025 bestehen. Ab 2026 müssen auch sie jährlich zahlen, es sei denn, sie nutzen das Sepa-Lastschriftmandat.

Unabhängig vom Gerätebesitz

Die ORF-Tochtergesellschaft GIS wird in ORF-Beitrags-Service GmbH umbenannt und wird künftig ohne Außendienstmitarbeiter auskommen. Die Abgabe wird unabhängig vom Gerätebesitz erhoben, und auch Streaming-Haushalte, die bisher von der GIS befreit waren, sind nun zahlungspflichtig. Hauptwohnsitze sind zahlungspflichtig, während Nebenwohnsitze, die bisher eine reduzierte GIS-Gebühr hatten, ausgenommen sind.

Für diese Haushalte und Menschen gibt es eine Ausnahme

Es gibt auch Ausnahmen für einkommensschwache Haushalte, hörbehinderte Menschen, Lehrlinge und Einpersonenunternehmen. Unternehmen müssen je nach Standort und Lohnsumme bis zu 99 ORF-Beiträge zahlen.

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525.000 Privathaushalte und 100.000 Firmen werden zur Kasse gebeten

Ab 2024 wird erwartet, dass 525.000 zusätzliche Privathaushalte und 100.000 zusätzliche Unternehmen den Beitrag zahlen. Trotz der Erhöhung der Zahl der Beitragszahler wird der Beitrag im Vergleich zur GIS reduziert. Der ORF wird von 2024 bis 2026 monatlich 15,30 Euro statt 18,59 Euro erhalten.

Vorarlberg verzichtet auf eine Landesabgabe

In einigen Bundesländern, wie Niederösterreich, Oberösterreich und Vorarlberg, gibt es keine zusätzlichen Landesabgaben. In anderen Bundesländern, wie Wien, Burgenland, Steiermark, Kärnten und Salzburg, werden weiterhin Abgaben erhoben. Dies könnte zu jährlichen Beiträgen von bis zu 245 Euro führen.

Landesabgabe je Bundesland:

  • Kärnten: 5,10 Euro
  • Steiermark: 4,70 Euro
  • Salzburg: 4,70 Euro
  • Burgenland: 4,59 Euro
  • Wien: 4,41 Euro
  • Tirol: 3,06 Euro
  • Niederösterreich: 0,00 Euro
  • Oberösterreich: 0,00 Euro
  • Vorarlberg: 0,00 Euro

Wer nicht bezahlt, bekommt Besuch von der Inkassofirma

Die ORF-Beitrags-Service GmbH kann bei Nichtzahlung eine Inkassofirma beauftragen oder direkt beim zuständigen Gericht einen Antrag auf Eintreibung stellen. Der ORF darf von 2024 bis 2026 jährlich 710 Millionen Euro aus dem Beitrag einnehmen. Mehreinnahmen werden auf ein Sperrkonto überwiesen. 2023 erwartete der ORF Einnahmen von etwa 676 Millionen Euro aus der GIS. Ab 2024 erhält der ORF zusätzlich einen Bundeszuschuss von 70 bis 100 Millionen Euro. (VOL.AT)

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