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US-Großstädte feiern Bidens Wahlsieg

©APA
Es wird getanzt, getrunken und geweint: Die liberalen Großstädte in den USA haben die Abwahl von Präsident Donald Trump mit einer großen Party begrüßt.
Amerikaner feiern Biden-Sieg I
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"Du bist gefeuert", riefen die Menschen vor dem Weißen Haus in Washington, vor dem sich am Samstag kurz nach der Verkündigung Joe Bidens zum Wahlsieger Tausende Menschen versammelten.

Biden-Flaggen sowie Fahnen der Black-Lives-Matter-Bewegung wurden neben denen der Vereinigten Staaten geschwenkt, dazu gab es Sekt, Tanz und Musik. Auch in der Ostküstenmetropole New York war die Euphorie groß. Nur Sekunden, nachdem mehrere US-Medien Biden zum Sieger erklärt hatten, brachen Jubel und Hupkonzerte auf den Straßen aus. Die Menschen klatschten, schrien und jubelten.

Tausende Menschen am Times Square

Aus allen Richtungen strömten Tausende Menschen zum weltberühmten Times Square. Viele Menschen zeigten sich laut Augenzeugen überglücklich und feierten mit Songs wie "Born in the USA", "We are the Champions" oder "There's a Party in the USA".

Eine APA-Korrespondentin berichtete von einer "unglaublich euphorischen Stimmung". New York City ist "tiefblau", also "demokratisch", und Manhattan gilt überhaupt als "Insel der Demokraten". 84,5 Prozent stimmten hier für Joe Biden.

Seit dem Ausbruch des Coronavirus im Frühjahr hat die Metropole keine Feier wie diese gesehen. Viele trugen zwar Masken, drängten sich jedoch teils eng aneinander. Die Straßen rund um den Trump Tower an der 5th Avenue dagegen wurden weiträumig abgesperrt. New York ist die Geburtsstadt Trumps.

Feiern in Philadelphia

Fernsehsender zeigten auch Bilder mit feiernden Menschen aus Philadelphia in Pennsylvania. Ausstehende Wahlstimmen aus der Stadt hatten am Ende den Ausschlag gegeben, Biden zum Sieger in dem Bundesstaat und damit auch im ganzen Land zu machen. Die US-Metropolen an der Ost- und Westküste gelten als liberal und demokratisch geprägt. Joe Biden hat dort ersten Ergebnissen zufolge den weit überwiegenden Teil der Stimmen geholt.

Vereinzelte Proteste von Trump-Anhängern

In der deutlichen Unterzahl waren die Unterstützer des amtierenden Präsidenten, die sich der Zeitung "USA Today" zufolge in Hauptstädten der Bundesstaaten sammelten und gegen den angeblichen Wahlbetrug protestierten. Trump hatte sich in den vergangenen Tagen immer als Opfer systematischen Wahlbetrugs dargestellt, ohne dafür stichhaltige Belege zu liefern.

Dem Artikel zufolge versammelten sich einige Demonstranten unter dem Motto "Stopp den Diebstahl" unter anderem in Albany im Bundesstaat New York und Michigans Hauptstadt Lansing. Dort riefen sie demnach "Wir haben gewonnen" und hielten Schilder mit der Aufschrift "Es ist nicht vorbei" hoch.

Auch in South Carolinas Hauptstadt Columbia hatten sich Samstag Hunderte Anhänger des Präsidenten versammelt. Der örtlichen Zeitung "The Post and Courier" zufolge skandierten sie unter anderem "Wir sind die stille Mehrheit".

Ausschreitungen befürchtet

In Austin, der Hauptstadt von Texas, standen sich unterdessen Demonstranten aus beiden Lagern gegenüber, wie der örtliche Ableger des TV-Senders ABC berichtete. Zunächst wurden keine gewalttätigen Zwischenfälle gemeldet. Vor der Wahl war allerdings befürchtet worden, dass es angesichts der tiefen Gräben in den USA zu Ausschreitungen oder Zusammenstößen zwischen den Lagern von Trump- und Biden-Unterstützern nach der Wahl kommen könnte.

(APA/dpa//ag.)

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