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Beschwerden über Mängel an neuer Bregenzer Pipeline – Stadt verspricht Reparaturen

Mirjam Mayer (VOL.AT) mirjam.mayer@russmedia.com
Beschädigte Betonelemente, abgesackte Pflastersteine und rutschende Randsteine sorgen für Ärger: Wie die neue Pipeline derzeit aussieht und was die Stadt jetzt unternimmt.
Die neue Pipeline in Bregenz. ©VOL.AT/Mayer

Vor nicht einmal einem Jahr wurde die neue Pipeline in Bregenz eröffnet. Schon jetzt gibt es vermehrt Beschwerden von Passanten zu Schäden. Auch in sozialen Medien gibt es immer wieder Beiträge zur Pipeline und ihren Mängeln. So berichtete erst am Wochenende ein Bregenzer vom aktuellen Zustand.

©Screenshot
Durch die Aufschüttung entstanden wohl neue Absplitterungen. ©VOL.AT/Mayer

"Lauter Pfuscher am Werk"

Beim Aufschütten von Steinhaufen zum Stützen der Wände habe man wieder die Kante der Betonelemente kaputt gemacht, schildert er und teilt Fotos der Schäden. "Da kannst du keine 20 Meter gehen, ohne dass du Bauschäden siehst", meint er dazu. Wenn die Arbeit für die Pipeline erst ein Jahr alt sei und so viel gekostet habe, dürfe man schon darüber jammern, meinen andere Bregenzer in den Kommentaren. "Lauter Pfuscher am Werk, kostet ein Vermögen. Eine Frechheit", meint etwa eine Userin. Auch für Nicht-Bautechniker sei klar, dass das nicht so sei, wie es sein sollte, erklärt ein anderer Bregenzer.

Der Spalt im November. ©VOL.AT/Vlach, Philipp Steurer
Hier wurde mittlerweile ausgebessert. ©VOL.AT/Mayer
Hier senken sich Pflastersteine unschön ab. ©VOL.AT/Mayer

Es bröckelt und verschiebt sich

Auch beim VOL.AT-Lokalaugenschein am Montag waren die Schäden gut erkennbar. Mehrfach bröckelt der Beton von Sitzgelegenheiten und Randelementen. Neben einem der Holzstege senken sich die Pflastersteine ab und es ergeben sich unschöne Löcher. Eine unschöne Spalte zwischen Betonelementen und Asphalt neben dem Geländer wurde nun ausgebessert. Sie entstand bereits im November, als ein Sturm mit bis zu 85 km/h über die Bodenseeregion fegte. Die Spalte wurde nun vorerst gefüllt. Nur wenige Schritte davon entfernt bildet sich die nächste Spalte: Die gelben Randsteine sind seit dem Herbst verschoben und ragen teilweise auch nach oben.

Hier hebt sich eine der Platten an. ©VOL.AT/Mayer
Mehrfach bröckelt es. ©VOL.AT/Mayer
Markus (rechts im Bild) ist öfter mit dem Hund hier unterwegs. ©VOL.AT/Mayer

So reagieren Spaziergänger

Wer öfter an der Pipeline unterwegs ist, kennt die Schäden: "Ja, das ist halt so", meint eine Bregenzerin gegenüber VOL.AT. Es sei zwar unschön, aber man müsse der Stadt zugutehalten, dass überhaupt etwas gemacht wurde. Schäden würden zwar repariert, es entstünden aber wieder neue. Auch Markus, der in Bregenz arbeitet und öfter mit seinem Hund an der Pipeline entlangspaziert, sind die Mängel aufgefallen: Es sei nicht schön anzusehen, meint er. "Es ist toll, dass die Pipeline neu gemacht wurde, aber, dass es nach so kurzer Zeit schon so aussieht, würde mir als Stadt zu denken geben", verdeutlicht der Spaziergänger. "Es könnte auch ein Schildbürgerstreich sein." Für ihn wirft sich die Frage auf, ob hier etwa am falschen Ort gespart wurde oder ob es andere Gründe für die Schäden gibt.

Video: Aktuelle Bilder von der Pipeline

Immer wieder werden Reparaturen durchgeführt. So auch beim VOL.AT-Lokalaugenschein. ©VOL.AT/Mayer
Bernhard Fink ist Bauamtsleiter in Bregenz. ©Roland Paulitsch

Bauamtsleiter: Warum immer wieder Schäden auftreten

Die Schäden bzw. Mängel sind der Stadt Bregenz bekannt. "Die Reparaturen werden jetzt gemacht", verdeutlicht Bauamtsleiter Bernhard Fink gegenüber VOL.AT. Er erklärt auch den Grund, warum es immer wieder zu ähnlichen Schäden kommt: "Da ist der Mörtel kaputtgegangen beziehungsweise er hat versagt." Sobald die Temperaturen es ermöglichen, den Mörtel richtig zu verarbeiten, werde mit den Reparaturarbeiten begonnen: "Der Mörtel braucht eine gewisse Klebekraft und dazu braucht es Außentemperaturen und Bauteiltemperaturen über fünf Grad Celsius", gibt Fink zu verstehen.

Mörtel überstand Stürme nicht

Schon jetzt starten die ersten Arbeiten. Auch die Pflastersteine und verschobenen Steinplatten werden in dem Zuge mit saniert, wie er betont. Der Bauamtsleiter zeigt auch Verständnis für die Passanten: "Sie wundern sich, dass noch nichts gemacht wurde. Das ist technischer Natur", meint er im Gespräch mit VOL.AT. "Der Mörtel, der eingebaut war, hat nicht den technischen Spezifikationen entsprochen." Das habe sich erst durch die starken Stürme im Winter bemerkbar gemacht, gibt Bernhard Fink zu verstehen. "Das wird jetzt behoben."

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(VOL.AT)

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