Baggerboys wenden sich der Politik zu

Die Baggerboys.
Die Baggerboys. ©VOL.AT/Rauch
Nach der Klärung des Häusle-Skandals und der Rettung der Kanisfluh wenden sich die Baggerboys in ihrer neuesten Single der Bundespolitik zu. In "k.u.k. Kavallerie" dreht sich alles um Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Herbert Kickl.
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Die Baggerboys, das sind George Nussbaumer, Wolfgang Verocai und Ulli Troy. Das Vorarlberger Gesangstrio stellte bisher die Schuld der Bagger am Häusle-Skandal fest und fanden eine Rettung für die Kanisfluh. Nun widmen sie der Bundespolitik ein neues Musikvideo. Am Montagvormittag stellten die drei Musiker mit “k. & k. Kavallerie” laut Ankündigung ihren Kurz-Kickl-Marsch vor.

Die Motivation der Baggerboys

Unterstützt wurden sie dabei aus vielerlei Richtung. So haben laut den Baggerboys die Karikaturisten Silvio Raos (VN), Daniel Jokesch (Falter), Gerald Mayerhofer (ÖON), Michael Pammesberger (Kurier), Petar und Sinisa Pismestrovic (Kleine Zeitung) und Oliver Schopf (Standard); sowie Kurt Gehring beim Videodreh, die Musiker des Sonus Brass Ensembles, Rolf Aberer, Teddy Maier vom TonZoo und Produzent Tommy Schobel mitgearbeitet.

Die Premiere von “k.u.k. Kavallerie”

“So ein Lied spaltet natürlich”

“Die Idee und der Text stammen von Ulli Troy”, sagte Wolfgang Verocai gegenüber der APA. Auslöser für seinen Text sei die versuchte Abschiebung einer bestens integrierten iranisch-armenischen Familie in Sulzberg im Bregenzerwald gewesen. Und auch Verocai selbst berichtete von Erfahrungen mit der türkis-blauen Asylpolitik: “In meinem Stammlokal in Lustenau haben zwei unglaublich nette und beliebte irakische Kellner gearbeitet.” Einer von ihnen sei kurz vor Ende der Lehre direkt aus dem Lokal abgeholt und abgeschoben worden, der andere sei noch rechtzeitig in einem anderen Land untergetaucht.

Richtig wohl ist es Verocai dabei eigentlich nie, wenn er politisch aktiv werde. “Vorarlberg ist ein kleines Land, und so ein Lied spaltet natürlich. Das muss man auch aushalten”, gab Verocai zu bedenken. Für das Thema einzutreten war ihm wie seinen beiden Kollegen bei den Baggerboys aber ein großes Anliegen. “Die Art, wie man mit Menschen umspringt, ist nicht in Ordnung. Das hat Österreich nicht nötig”, brachte es der Musiker auf den Punkt. “Wir haben das Ganze auf lustige Art umgesetzt. Das könnte sogar Kurz (Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP)) und Strache (Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), Anm.) gefallen. Wir verwenden ja sogar ihre Musik”, betonte Verocai mit einem Augenzwinkern.

Untertitel für Vorarlberger

Damit das Lied sich “vielleicht breiter streut”, sei der Text auf wienerisch gesungen. “Mit dem Vorarlberger Dialekt sind wir sehr eingeschränkt”, sagte Verocai. Nun sei das Video zwar auch mit Untertiteln versehen, “dieses Mal halt für die Vorarlberger”, sagte der Musiker lachend.

Eingängig ist vor allem der Refrain des Kurz und Kickl-Marsches. Da heißt es etwa: “Mir san vom K. & K. Kavall’rie-Regiment, schwoarze Ross und braune Esel, des hob’m mir”, in Anspielung auf die von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) geplante berittene Polizei. Unterstützt wurden die Baggerboys bei ihrem ehrenamtlichen Projekt von verschiedensten Richtungen. So lieferten die besten Karikaturisten österreichischer Zeitungen Zeichnungen, die im Video zu sehen sind. Das Sonus Brass Ensemble, ein renommiertes klassisches Bläserquintett, steuerte die passenden Marschtöne bei, Jazzer Rolf Aberer arrangierte, der in den USA erfolgreiche Filmmusik-Komponist Tommi Schobel spielte Schlagzeug, und Filmproduzent Kurt Gehring zeichnete für den Dreh des Musikvideos verantwortlich.

Die gesamte Pressekonferenz

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