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Apothekerkammer empfiehlt: Das darf in der Haushaltsapotheke nicht fehlen

Das sollte man unbedingt in der Haushaltsapotheke haben. (Symbolbild)
Das sollte man unbedingt in der Haushaltsapotheke haben. (Symbolbild) ©Canva
Mit Checkliste: Die Österreichische Apothekerkammer und der Zivilschutzverband haben gemeinsam neue Empfehlungen für die private Haushaltsapotheke vorgestellt.

In einer Zeit, die von verschiedenen Krisen geprägt ist, rücken die Anforderungen an eine gut ausgestattete Haushaltsapotheke verstärkt in den Fokus. Laut einer Erhebung des Zivilschutzverbandes im Sommer (basierend auf 1.350 Online-Umfragen, durchgeführt vom IMAS-Institut) verfügen die Österreicherinnen und Österreicher grundsätzlich über gut ausgestattete Haushaltsapotheken. Die Selbstbewertung ergab, dass die Bevölkerung im Durchschnitt während einer Krise 8,6 Tage ohne den Besuch einer Apotheke auskommen könnte.

Regelmäßige Kontrolle und rechtzeitiger Austausch

Trotz dieser positiven Einschätzung möchten die Apothekerkammer und der Zivilschutzverband auf die Bedeutung einer regelmäßigen Kontrolle und eines rechtzeitigen Austauschs von Medikamenten hinweisen. Medikamente können bei unsachgemäßer Lagerung oder zu langer Aufbewahrung an Wirksamkeit verlieren. Die Empfehlungen der beiden Organisationen bieten Orientierung für die richtige Aktualisierung der Haushaltsapotheke. Mag. Andreas Hanger, Präsident des Österreichischen Zivilschutzverbandes, betont: "Informierte Menschen sind besser auf Krisensituationen vorbereitet. Daher aktualisieren wir unsere Informationsangebote für die Bevölkerung regelmäßig."

Das sollte in der Haushaltsapotheke sein:

Verbandsmaterial:

  • 3 Stk. Verbandmull, ¼ m / steril
  • 3 Stk. Mullbinden, 6 cm / festkantig
  • 3 Stk. Mullbinden, 8 cm
  • 1 Stk. Elastische Binde, 5 m / 8 m
  • 2 Stk. Momentverbände, Größe 3
  • 1 Stk. Metallwundverband
  • 1 Dreiecktuch
  • Mullkompressen
  • Verbandklammern
  • Sicherheitsnadeln

Arzneimittel:

  • Vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Schmerzstillende Tabletten
  • Mittel gegen Magen-Darmbeschwerden, Durchfall, Verstopfung, Präparate zur Wiederherstellung der Darmflora
  • Fiebersenkende Medikamente
  • Brandsalbe Salbe gegen Prellungen, Verstauchungen
  • Kältespray
  • Wund- und Heilsalbe
  • Mittel gegen Halsschmerzen
  • Wundbenzin
  • Kaliumjodid-Tabletten *
  • Wunddesinfektionsmittel
  • Nasenspray, Hustenmittel
  • Augentropfen gegen trockene Augen und Reizungen

*Kaliumjodid-Tabletten nur nach ausdrücklicher Anweisung durch die Behörden einnehmen!

Haushalte mit Kindern:

  • Fiebersenkende Mittel
  • Elektrolytpräparate bei Durchfall und Erbrechen
  • Mikroklistiere gegen Verstopfung

Hygieneprodukte:

  • Latexhandschuhe
  • Beatmungstuch
  • Handdesinfektionsmittel
  • FFP2-Masken

Sonstige Ausstattung: (Zum Beispiel)

  • Fieberthermometer
  • Verbandschere
  • Pinzette
  • Lederfingerling
  • Insektenschutz
  • Sterile Spritzen und Kanülen

Anmerkung der Apothekerkammer: Diese Tabelle dient als Richtlinie. Beachten Sie unbedingt Ihre eigenen Notwendigkeiten!

-> Hier geht es zur Checkliste der Apothekerkammer.

Wichtige Informationen:

Lagerung: Bewahren Sie Ihre Hausapotheke an einem trockenen und kühlen Ort auf (nicht in einem Schrank in Bad oder Küche). Feuchtigkeit und Wärme können zu Veränderungen der Medikamente führen.

Bewahren Sie Ihre Medikamente in einem versperrten Schrank, außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Kaliumjodid-Tablettendürfen nur nach ausdrücklicher Anordnung der Gesundheitsbehörde eingenommen werden! Bei unbedachter Einnahme können Gesundheitsschäden auftreten.

Mengen: Achten Sie, insbesondere bei Dauermedikation (Arzneimittel zur Behandlung von chronischen Erkrankungen) auf einen Vorrat für mehrere Tage.

Beratung: Lassen Sie sich von Ihrer lokalen Apotheke oder Ihrem Hausarzt über konkrete Produkte beraten.

Ablaufdaten: Wirkstoffe können ihre Wirksamkeit nach dem Ablaufen der Mindesthaltbarkeit verlieren. Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abstände die Ablaufdaten Ihrer Arzneimittel (z.B. jedes halbe Jahr).

Unterstützung der Apotheken bei der Vorsorge

Apothekerinnen und Apotheker in ganz Österreich stehen zur Unterstützung und Beratung bei der Medikamentenvorsorge zur Verfügung. Sie geben Empfehlungen für individuelle Bedürfnisse und tragen dazu bei, die Haushaltsapotheke krisenfest zu machen. Mag. pharm. Dr. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, betont die Zugänglichkeit der Apotheken: "Dank der über 1400 Apotheken in Wohnortnähe haben die Österreicherinnen und Österreicher die Möglichkeit, ihre persönliche Haushaltsapotheke optimal auszurüsten. Über 6800 Apothekerinnen und Apotheker stehen mit ihrem Fachwissen zur Verfügung. Ich ermutige jeden Einzelnen, diese Ressource zu nutzen."

(VOL.AT)

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