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Anklage: Schlafende Frau in Lech missbraucht

Noch kein Urteil ergangen
Noch kein Urteil ergangen ©VOL.AT/Steurer, Sohm
Angeklagter soll im Skiurlaub Sex mit wehrloser Geliebter seines Freundes gehabt haben. Prozess vertagt.
Anklage wegen Vergewaltigung

Von Seff Dünser (NEUE)

Im März 2018 soll der Angeklagte in seinem Hotelzimmer in Lech Geschlechtsverkehr mit der schlafenden und alkoholisierten Geliebten seines Freundes gehabt haben. Zudem soll der Familienvater während des gemeinsamen Skiurlaubs zuvor die Hand der Frau auf seinen nackten Penis gelegt und ihr bei einem anderen Vorfall ans Gesäß gegriffen haben.

Das Verbrechen des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person und die Vergehen der sexuellen Belästigung werden dem Unternehmer aus Oberösterreich zur Last gelegt. Dafür beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Gefängnis. Sollten die Richter feststellen, dass die Frau tatsächlich wegen des Missbrauchs eine posttraumatische Belastungsstörung erlitten hat, würde die erhöhte Strafdrohung 5 bis 15 Jahre Haft ausmachen.

Freispruch beantragt

Der Angeklagte sagte, er habe keine der ihm angelasteten Straftaten begangen. Verteidiger Clemens Achammer beantragte einen Freispruch.

Auch bei der zweiten Verhandlung am Landesgericht Feldkirch erging ges­tern noch kein Urteil. Richter Martin Mitteregger hat am Montag nach der Befragung von Zeugen den Schöffenprozess neuerlich vertagt. Nun soll eine Gerichtspsychiaterin klären, ob das mutmaßliche Opfer durch den angeklagten Missbrauch traumatisiert wurde.

Außerehelich

Der Angeklagte und sein Freund leben im Osten Österreichs, sind Unternehmer und Familienväter. Sie hätten sich auch in diesem Jahr in Lech gemeinsam einen Skiurlaub mit außerehelichen Geliebten gegönnt, gab der Angeklagte zu Protokoll. Dafür hätten sie zwei Russinnen aus Moskau eingeflogen. Sein Freund habe darüber hinaus eine Geliebte aus Ostöster­reich mitgebracht. Dabei handelt es sich um das mutmaßliche Opfer.

Die Frau gibt an, sie sei aufgewacht, als der Angeklagte auf seinem Bett Vaginalverkehr mit ihr gehabt habe. Dann habe sie ihn sofort von sich weggestoßen. Noch am selben Tag habe sie wegen Vergewaltigung Anzeige gegen ihn erstattet.

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