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5.400 Geschäfte in Wien können nach Ostern wieder öffnen

Wieviele Geschäftsleute tatsächlich öffnen werden, ist schwer abzuschätzen.
Wieviele Geschäftsleute tatsächlich öffnen werden, ist schwer abzuschätzen. ©APA/dpa/Frank Rumpenhorst
Nach Ostern dürfen in Wien rund 5.400 Geschäfte theoretisch wieder öffnen, da sie in die entsprechenden Kategorien der Verordnung fallen.
Viele offene Fragen für kleine Geschäfte
Tricksereien befürchtet
Erste Geschätsoffnungen nach Ostern

Ab nächster Woche dürfen wieder mehr Geschäfte aufsperren - nachdem die Erlaubnis zuletzt auf den Lebensmittelhandel bzw. Drogerien beschränkt war.

Prognose über tatsächliche Inanspruchnahme vorerst schwierig

Laut Wiener Wirtschaftskammer dürften in der Bundeshauptstadt nach Ostern rund 5.400 Betriebe theoretisch wieder öffnen. Sie fallen in die entsprechenden Kategorien, wie auf APA-Anfrage erläutert wurde.

Konkret kommen Shops mit einer Verkaufsfläche von weniger als 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte nun in den Genuss der Lockerung. Allerdings verwies auch der Kammersprecher auf den Umstand, dass man die konkrete Verordnung noch nicht kenne. Es sei derzeit schwierig vorauszusehen, wie viele der Händler tatsächlich von der Möglichkeit Gebrauch machen werden.

Branchenexperte erwartet keinen "Run"

Handelsexperte Peter Buchmüller erwartet keinen unmittelbaren "Run", wenn ein Großteil der Geschäfte nach Ostern wieder aufsperrt. "Das Kundenverhalten hat sich in den letzten paar Wochen verändert. Die Kunden kommen nicht mehr jeden Tag einkaufen", sagte Buchmüller, oberster Vertreter für die Handelsbranche in der Wirtschaftskammer, zur APA. Er glaubt, es wird ein langsamer Prozess.

Die Menschen müssten sich erst wieder ans Einkaufen gewöhnen. Viele hätten auch Angst. "Das wird ein bisschen dauern, aber dann wird es sich wieder normalisieren", erwartet Buchmüller.

Rückgang bei Kundenfrequenz in Supermärkten und Drogerien

Auch im Lebensmittel- und Drogeriehandel sei die Kundenfrequenz in den vergangenen Wochen zurückgegangen, dafür sei der Durchschnittseinkauf gestiegen, so Buchmüller. Die Drogeriekette dm informierte bereits vor drei Wochen, sich keineswegs als Krisengewinner zu sehen. Nach kurzfristigen Hamsterkäufen ging die Frequenz in den Drogeriemärkten dermaßen zurück, dass hohe Umsatzeinbußen folgten.

Jede Schließwoche kostet dem Handel etwa eine halbe Milliarde Euro Umsatz. Für den Monat April wird nun ein Nettoumsatz von 3,6 Mrd. Euro erwartet, um 1,6 Mrd. Euro weniger als im April 2019. Das Gesamtjahr 2020 werde für den Einzelhandel mit einem Minus enden. Buchmüller hofft aber, dass es nicht allzu hoch wird und man mit einem blauen Auge davonkomme.

(APA/Red)

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