10 Fakten zum Tag der offenen Tür am neuen Güterbahnhof Wolfurt

Luftbild Güterzentrum Wolfurt
Luftbild Güterzentrum Wolfurt ©VN / Roland Paulitsch
Wolfurt - Nach seiner Fertigstellung ist es Besuchern nun möglich, den Güterbahnhof Wolfurt am Tag der offenen Tür zu bestaunen.
Bauarbeiten am Güterbahnhof Wolfurt
Kranaufbau am Güterbahnhof
Hofer-Vertretung sorgt für Irritationen
Bauarbeiten am Güterbahnhof schreiten voran


Den Besuchern wird am 20. Oktober 2018 die Möglichkeit geboten, faszinierende Einblicke in die Arbeitsabläufe am Warenumschlagpunkt des Güterzentrums in Wolfurt zu erhalten. Es wird dabei ein Programm für die ganze Familie geboten, das die Besucher von 10 bis 16 Uhr unterhalten soll.

1. Knapp vier Jahre Bauzeit

Das neue Güterzentrum Wolfurt wird aufgrund seiner Lage als „Das Tor zur Welt“ bezeichnet und benötigte, seit Baubeginn im Dezember 2014, weniger als vier Jahre Bauzeit, bis es am 19. Oktober 2018 feierlich eröffnet wurde.

2. 350.000 Quadratmeter

Die Entscheidung, den Güterverkehr in Wolfurt zu konzentrieren, wurde deshalb gefällt, da dort ein zentrales, wirtschaftsgeografisch günstiges Grundstück mit 350.000 Quadratmeter und guter Verkehrsanbindung zur Verfügung stand.

3. 61 Millionen Euro

Das Güterzentrum gilt als wichtigstes Infrastrukturprojekt des Landes in den letzten Jahren. Mit seiner Eröffnung wurde das 61 Millionen Euro teure Bauvorhaben nun seiner Bestimmung übergeben.

4. Kilometerlange Gleise

Allein im März diesen Jahres wurden 2.600 Meter an neuen Gleisen und eine Weiche verlegt. Dem Güterzentrum stehen nun drei Vorhaltegleise, 1.200 Meter Gleise zur Abstellung von Containerwagen, vier neue Containerladegleise mit je 750 Metern und 500 Meter für Wagenladungsverkehr zur Verfügung.

5. Verdopplung der Ladungen

Das neue Zentrum ermöglicht es, doppelt so viele Ladungen auf die Schiene bringen. So können die Kapazitäten beim Wagenladungsverkehr fortan von 2900 auf 4000 Wagen erhöht werden. Die Containerkapazitäten werden sich mit 190.000 Einheiten jährlich praktisch verdoppeln.

Die Verdopplung der Ladungen wird durch mehrere Neuerungen erreicht. So ist zukünftig eine Einfahrt der Containerzüge ohne Verschub möglich. Es stehen zwei neue Containerkräne, vier Containerstapler, 1.700 Stellplätze für beladene Container und 3.500 Leercontainer auf der neuen Lagerfläche bereit. Rund 50 Güterzüge werden das Zentrum an einem Werktag passieren.

6. 464 Meter Lärmschutzwand

Zu Gunsten des Lärmschutzes wurde eine 464 Meter lange Lärmschutzwand erbaut. Darüber hinaus wurde ein 150 Meter langer Landgraben angelegt, dessen offene Fließstrecke naturnah ausgebaut wurde. Zudem wurde unterirdisch ein 320 Meter langer Landgraben umgesetzt, dessen Wasserlauf erneuert und fischgängig gestaltet wurde.

7. Beleuchtungsmasten und neue Gebäude

Mit 15 neue Beleuchtungsmasten, die eine Höhe bis 36 Meter erreichen, ist ebenso eine Beleuchtung sichergestellt worden, die insektenschonend sein soll. Mit dem neuen Service- und Werkstattgebäude sowie dem neuen In-Gate-Gebäude wurde das Gelände zusätzlich bebaut.

8. Ökologische Nachhaltigkeit

Das Güterzentrum soll außerdem das Klima schonen. Denn jede Tonne Fracht mit dem Zug verursacht rund 15-mal weniger CO2-Emissionen als der Lkw-Transport. Bei der Planung und dem Bau der Hochbauten am Terminal wurde besonderer Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt.

Anstatt Beton zu verwenden, entschieden sich die Verantwortlichen für ein Recyclingprodukt wo immer es möglich war. Alle anderen Gebäudeteile wurden aus Holz mit umweltfreundlichen Dämmstoffen errichtet. Erdwärme- und Photovoltaikanlagen sorgen für ein nachhaltiges Energiemanagement.

Diese und viele weitere Maßnahmen haben den ÖBB eine Auszeichnung durch die „Österreichische Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ eingebracht.

Huber Hager und Thomas Pipp bei Entgegenname des Baupreises im Jänner 2018
Huber Hager und Thomas Pipp bei Entgegenname des Baupreises im Jänner 2018 ©ÖBB / Christian Zenger

9. Veranstaltungsprogramm

Es wird die Möglichkeit geben, an einer Rundfahrt durch das Güterzentrum teilzunehmen, Containerkräne, Containerstapler sowie die Containerwerkstatt zu besichtigen und sich am Infostand Regionalverkehr zu informieren.

Ebenso werden Simulatoren und ein Container-Kino angeboten, die Betriebsfeuerwehr ist vor Ort und mit einem Hüpfzug, Kinderstationen und weiteren Attraktionen, ist auch für die jüngeren Besucher etwas geboten.

10. Anreise zum Güterzentrum

Es wird empfohlen, die Anreise zum Bahnhof Wolfurt mit den Regionalverkehrszügen der ÖBB anzutreten. Vom Bahnhof Wolfurt wird dann ein Gratis-Shuttlebus ins Güterzentrum angeboten, der die Besucher auch wieder retour bringt. Der Landbus Linie 11 hält an der Station „Zollamt Wolfurt“ in der Nähe des Güterzentrum.

Für Anrainer des Güterzentrums werden zusätzliche Busse bereitgestellt. Der Bus für Besucher aus der Marktgemeinde Wolfurt hält an den Linienbus-Stationen „Im Wida“ und „Ach“, in der Achstraße in Richtung Rathaus, und an allen Stationen des Linienbusses in der Bützestraße, Unterlinden, Schulstraße, Brühlstraße bis zur Haltestelle Mähdle in Fahrtrichtung Süd (Senderstraße). Die Shuttlebusse verkehren im 15-Minuten-Takt ab ca. 09:45 Uhr.

Auch für Besucher aus der Marktgemeinde Lauterach wird eine solche Anreisemöglichkeit zur Verfügung gestellt. Der Shuttle-Bus hält an allen Linienbus-Stationen an der Bundesstraße L190 ab Kreuzung Achstraße in Fahrtrichtung Güterzentrum. Auch dieser verkehrt im 15-Minuten-Takt ab ca. 09:45 Uhr.

(Red.)

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