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Vorarlberger Seilbahnpionier Artur Doppelmayr feiert 90. Geburtstag

Artur Doppelmayer (Archivbild) feiert seinen 90. Geburtstag. Artur Doppelmayer (Archivbild) feiert seinen 90. Geburtstag. - © VOL.AT/Bernd Hofmeister
Schwarzach – Der Vorarlberger Seilbahnpionier Artur Doppelmayr feiert am Sonntag, 16. September, seinen 90. Geburtstag. In seiner 45-jährigen Berufslaufbahn machte er das 1892 gegründete Familienunternehmen Doppelmayr zu einer Weltmarke und zum führenden Seilbahnhersteller.

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So ist die Unternehmensgruppe heute in über 33 Ländern niedergelassen und hat bereits mehr als 14.300 Seilbahnsysteme für Kunden in über 87 Staaten realisiert. Nach der Jahrtausendwende aber kam es zum Bruch mit seinem Sohn Michael und seinem Unternehmen.

Ein Leben für die Firma

Artur Doppelmayr wurde 1922 in Dornbirn geboren, maturierte 1941 an der Bundesoberrealschule in Dornbirn und nahm nach Kriegsdienst und Kriegsgefangenschaft 1945 das Wirtschaftsingenieurs-Studium an der Technischen Hochschule in Graz auf, das er 1954 als Diplom-Ingenieur abschloss.

Im Herbst 1955 trat er in die von seinem Großvater Konrad gegründete Firma ein, die sich seit 1910 mit Aufzügen beschäftigte und 1937 in Zürs am Arlberg den ersten Schlepplift baute. Doppelmayr widmete sich vorwiegend dem Verkauf sowie Marketingfragen und verstand es, für die Konstruktion und die Führung des Finanzbereiches die richtigen Mitarbeiter zu finden. 1967, nach dem Tod seines Vaters Emil, wurde Artur Doppelmayr Alleineigentümer und alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens.

Zerwürfnis mit Sohn Michael

Nachdem sein ältester Sohn Michael mit Jahresbeginn 1992 die Führung von Doppelmayr übernommen hatte, wechselte der Seniorchef 1994 in den Aufsichtsrat der Doppelmayr Holding, wurde Aufsichtsratsvorsitzender und begann erneut zu studieren. 1997 – im Alter von 75 Jahren – promovierte er an der Technischen Universität Graz zum Doktor der Technik. Wenige Jahre darauf kam es allerdings zum Zerwürfnis innerhalb der Familie. Am 7. August 2001 wurde Doppelmayr “mit Billigung meines Sohnes aus dem Aufsichtsrat und damit aus dem Unternehmen entfernt”, wie es Artur Doppelmayr selbst in einer Aussendung formulierte. Die Abberufung wurde vom Obersten Gerichtshof in letzter Instanz bestätigt.

Grund für den Streit war die Fusion mit dem Schweizer Unternehmen Garaventa, zu der sich Sohn Michael bekannte. Das Verhältnis Doppelmayrs zum Unternehmen blieb fortan getrübt. So bekämpfte er etwa 2006 im Rahmen einer Anfechtungsklage Beschlüsse der Hauptversammlung der Doppelmayr Holding AG, unter anderem jene über die Entlastung seines Sohnes. 2009 wollte er Finanzvorstand Hanno Ulmer das Vertrauen entziehen und Aufsichtsratsmitglied Günter Tik abberufen lassen. Doppelmayr, der persönlich zehn Prozent der Anteile an der Holding hält, scheiterte mit diesem Ansinnen aber in der Hauptversammlung. Schlagzeilen machte Doppelmayr auch 2007, als er im Alter von 84 Jahren via Zeitungsinserat die Adoption seines “Wahlkinds” Brigitte Ingeborg Hernler bekanntgab, die er nun endgültig und bestätigt vom Obersten Gerichtshof “als rechtmäßige und hoch geschätzte Tochter begrüßen” dürfe.

Zahlreiche Ehrungen und Tätigkeiten

Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Artur Doppelmayr viele Jahre in verschiedenen Funktionen in der Industriellenvereinigung und der Wirtschaftskammer tätig. Ebenso war er Aufsichtsrat der Bank für Tirol und Vorarlberg und Beirat der Creditanstalt. Für seine Leistungen wurde er mit zahlreichen Ehrungen bedacht.

(APA)

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