VOL.AT berichetet live vom Pressetag der Bregenzer Festspiele

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VOL.AT berichetet live vom Pressetag der Bregenzer Festspiele
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Bregenz – Knapp zwei Wochen vor Eröffnung der Bregenzer Festspiele wurden am Donnerstag beim internationalen Pressetag Einblicke in die neuen Produktionen gewährt.

Mit Probenausschnitten (noch ohne Orchester) von “Carmen” und “Moses in Ägypten” machten Intendantin Elisabeth Sobotka und der kaufmännische Direktor Michael Diem neugierig auf den 72. Festivalsommer vom 19. Juli bis 20. August.

Mit einer der populärsten Opern – George Bizets “Carmen” – starten die Festspiele am 19. Juli das neue Spiel auf dem See. Bis 20. August sind 28 Aufführungen geplant. Tags darauf folgt im Festspielhaus die Premiere von Gioachino Rossinis Belcanto-Oper “Moses in Ägypten”. Vor einem Vierteljahrhundert (1991/92) stand “Carmen” schon einmal auf dem Bregenzer Spielplan. Intendantin Elisabeth Sobotka strahlte Optimismus und Enthusiasmus aus: “Die Stimmung ist grandios.” Gleichzeitig betonte die Festivalchefin, der Zweijahres-Rhythmus für das Spiel auf dem See werde beibehalten, nach “Carmen” (2017/2018) folge im Sommer 2019 die Verdi-Oper “Rigoletto”.

“90 Prozent der Tickets sind gebucht”

Auch der kaufmännische Direktor Michael Diem schien zufrieden und berichtete von einem sehr guten Vorverkauf: “90 Prozent der Tickets sind gebucht.” Für insgesamt 80 Veranstaltungen haben die Bregenzer Festspiele heuer rund 214.000 Tickets aufgelegt. Vor allem in der zweiten Festivalhälfte gibt es noch Karten für “Carmen”, betonte Diem.

Auf der “Carmen”-Bühne sorgen zwei überdimensionale Frauenhände und scheinbar fliegende Spielkarten für Aufmerksamkeit. Das eindrucksvolle Bühnenbild stammt von der Britin Es Devlin, die u.a. 2012 die Abschlussfeier der Olympischen Spiele in London gestaltet hat. Es Devlin ist erst die zweite Frau, die für das Bühnenbild auf dem See verantwortlich ist. Am Pult der Wiener Symphoniker steht Paolo Carignani, der in Bregenz “Turandot” geleitet hat. Die Neuinszenierung macht der aus Dänemark stammende Regisseur und Operndirektor Kasper Holten, über den spektakulären Schluss der Bregenzer “Carmen” hüllte sich Holten noch in Schweigen.

“Moses in Ägypten”im Festspielhaus

Im Festspielhaus wird Rossinis selten gespielte Oper “Moses in Ägypten” (Mose in Egitto) drei Mal aufgeführt – inszeniert von der Niederländerin Lotte de Beer zusammen mit dem Theaterkollektiv Hotel Modern. Enrique Mazzola dirigiert, die Ausstattung verantwortet Christof Hetzer. Einen Nahost-Kontrapunkt zum Ägypten der Rossini-Oper gibt es mit dem Gastspiel “The Situation” des Berliner Maxim Gorki Theaters im Kornmarkttheater. Sobotka: “Das aktuelle Stück ist Auftakt für eine auch in den kommenden Jahren fortgesetzte Schauspielreihe.”

Das Hotel Modern verwandelt außerdem Richard Wagners monumentalen “Ring” in ein faszinierendes Miniaturtheater in der Insektenwelt – “Der Ring in 90 Minuten”. Aus dem Programm sind außerdem die Kammeroper “To The Lighthouse” (Uraufführung), W.A. Mozarts “Die Hochzeit des Figaro” sowie die drei Orchesterkonzerte der Wiener Symphoniker am 24. und 30 Juli, sowie am 7. August hervorzuheben. Am Schlusstag konzertiert das Symphonieorchester Vorarlberg.

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