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Tierische "Zauberflöten"-Kulisse bei Bregenzer Festspielen 2013/14

Seebühne wird tierisch.
Seebühne wird tierisch.
Bregenz - Nach dem menschlichen Torso für „André Chénier“ wachsen 2013 Tiere aus dem See.
"Es war eine finanzielle Entscheidung"
Festspiele: Das wünschen sich die "Heimkehrer"
Probenbeginn auf der Seebühne


Den Bregenzer Festspielen und ihren Bühnenbildnern ist fast alles zuzutrauen, nach dem riesigen Auge für Puccinis „Tosca“ und nach dem einem Bildnis von Jacques-Louis David nachempfundenen Kopf des Revolutionsführers Marat als Podium für Umberto Giordanos „André Chénier“ wird auch Mozarts „Zauberflöte“, die man im kommenden Jahr auf dem See spielt, für einen Knalleffekt sorgen.

Hyperrealistisch

Um Fehlinterpretationen zu vermeiden, rücken die Festspiele mit ihren Bühnenbildmodellen zwar nicht heraus, fest steht jedoch, dass Intendant David Pountney in seiner Funktion als Regisseur die wohl bekannteste aller Opern als Märchen sieht. Durch und durch. Nicht das Freimaurertum wird wesentlich sein, sondern die menschliche Sehnsucht und die Natur mit ihren Lebewesen, die Mozart und Schikaneder in dem 1791 uraufgeführten Werk einst so reizvoll zusammenfügten.

Johan Engels, mit dem Pountney bereits mehrmals zusammenarbeitete – unter anderem für die international gefeierte Produktion der Oper „Die Passagierin“ –, hat seine erste Seebühne entworfen. Die bewegliche Tier- und Pflanzenwelt wird dabei so riesenhafte Ausmaße annehmen, dass sie Statisten und Sängern als Podium dient. Eine hyperreale Skulptur wird entstehen, sehr bunt und so geformt, dass sie die Konfrontation mit der Landschaft locker besteht.

Aufführung für Kinder

Abgesehen davon, dass die Techniker der Bregenzer Festspiele zur Zeit die Proben auf der „André Chénier“-Bühne betreuen, wird an der nächsten Bühne bereits gefeilt. Unter anderem auch, weil eigene Nachmittagsaufführungen für Kinder zu konzipieren sind. Eine Kurzversion stellt für Technik-Chef Gerd Alfons kein Problem dar, zu schaffen machen lediglich die veränderten Lichtverhältnisse. Der Größenunterschied zwischen Mensch („André Chénier“) und Tier („Zauberflöte“) soll im Übrigen kaum bedeutend sein. 31 Meter breit und 22 Meter hoch ist der diesjährige Bühnenpfundskerl, der wieder Tausende Menschen anzieht. An der zauberhaft-tierische Kulisse für Mozarts wunderbare Musik werden zudem wieder zahlreiche Vorarlberger Firmen mitbauen.

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