Akt.:

Tausende protestierten gegen Mühleberg

Tausende AKW-Gegner fordern Stilllegung von Mühleberg und Beznau. Tausende AKW-Gegner fordern Stilllegung von Mühleberg und Beznau. - © AP
Mehrere tausend AKW-Gegner, darunter auch zahlreiche Vorarlberger, demonstrierten zum Jahrestag von Fukushima vor dem Atomkraftwerk Mühleberg. Sie verlangten die sofortige Stilllegung der beiden ältesten Schweizer AKW in Mühleberg und Beznau.

 (10 Kommentare)

Korrektur melden

“Vorarlberg soll zeigen, dass es anders geht”, so Klubobmann Johannes Rauch und Grünen-Energiesprecher Bernd Bösch vorab. “Das heißt: Energie sparen, Wasserkraft ausbauen, Bürgerkraftwerke errichten.” 181 Organisationen hatten zur Demo vor Mühleberg aufgerufen. Die Veranstalter gehen von 5.000 bis 10.000 Teilnehmern aus.

Gerichtsurteil sorgt für Wirbel

Mühleberg geriet vergangene Woche in die Schlagzeilen, als ihm das Bundesverwaltungsgericht die unbefristete Betriebsbewilligung entzog. Das Gerichtsurteil, mit dem Mühleberg das Aus im Sommer 2013 droht, sorgt nun für rote Köpfe in der Schweiz. Neben der Betreiberfirma BKW steht nun auch das zuständige Ministerium unter Druck.

Das AKW Mühleberg gehört zu den ältesten Meilern Europas. Seit 1990 sind im Kernmantel Risse sichtbar. In Vorarlberg gilt Mühleberg als das Kraftwerk mit dem größten Gefährdungspotenzial für das “Ländle”. Es befindet sich 14 Kilometer westlich der Schweizer Bundeshauptstadt Bern und ist 250 Kilometer von der Vorarlberger Grenze entfernt. Bereits im vergangenen Jahr verlangte das Land deshalb von den Schweizer Behörden Akteneinsicht und drohte mit einem Verfahren.

Vorarlberg sieht sich in Urteil bestätigt

Landeshauptmann Markus Wallner und Umweltlandesrat Erich Schwärzler sehen die klare Haltung des Landes im Urteil bestätigt. Solange die Kernkraftwerksbetreiber nicht das Aus der Anlage bis Juni 2013 bestätigen, wird das Klagsverfahren des Landes weitergeführt, betont Landeshauptmann Wallner. Mit dem Urteil des Schweizer Bundesverwaltungsgerichts sei juristisch schwarz auf weiß klargestellt, was für ein enormes Gefährdungspotenzial vom Kraftwerk ausgehe. Deshalb wurde parteiübergreifend und gemeinsam mit Hildegard Breiner als Vertreterin der Umweltorganisationen eine Klage gegen das AKW Mühleberg in Auftrag gegeben.

Wallner und Schwärzler hoffen gemeinsam auf eine Stilllegung des Kernkraftwerks im Juni 2013. Voraussetzung dafür ist, dass der AKW-Betreiber das Urteil annimmt und sich gegen die massiven Investitionen, die für eine umfassende Instandhaltung nötig wären, entscheidet.

(VOL.AT)

Werbung


Kommentare 10

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

 
noch 1000 Zeichen
 

HTML-Version von diesem Artikel
Verkehr in Vorarlberg

Mehr auf vol.at
Bürgerforum Vorarlberg: Kein Zebrastreifen für Wolfurter Bushaltestelle
Wolfurt - Ein Zebrastreifen auf der L3 führt seit Jahren zu Diskussionen zwischen Wolfurt und Lauterach. Wolfurt will [...] mehr »
START-Stipendiaten zu Besuch im Vorarlberger Landtag
Bregenz – 17 Stipendiatinnen und Stipendiaten des START-Förderprogramms waren kürzlich im Rahmen der Kampagne [...] mehr »
Bettler attackiert 17-Jährige an Bushaltestelle in Weiler
Weiler - Die 17-Jährige wartete Freitagfrüh an der Bushaltestelle Gemeindeamt, als sie von dem Mann attackiert wurde. [...] mehr »
Symphonieorchester Vorarlberg musiziert 2014/15 wieder unter Petrenko
Bregenz, Feldkirch - Das Symphonieorchester Vorarlberg (SOV) geht mit klassischen und romantischen Werken in die [...] mehr »
Kontrollen bei Gericht: Mehr als 1.200 gefährliche Gegenstände “kassiert”
Feldkirch - Wer in Österreich ein Gericht betritt, wird streng kontrolliert. So auch in Vorarlberg. Am Landesgericht [...] mehr »
Mehr Meldungen »
Werbung
Jetzt meistgelesen auf VOL.AT
Werbung

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren

Anmelden - oder ohne Registrierung diskutieren

Als VOL.AT User anmelden:




Passwort vergessen?

Unregistrierter User:

Bei unregistrierten Benutzern wird der Kommentar erst nach einer Prüfung freigeschaltet. Beleidigende, rassistische, ausfällige oder nicht themenbezogene Kommentare werden nicht veröffentlicht. Kommentare von eingeloggten Usern werden sofort veröffentlicht.

Neu registrieren



Bitte Javascript aktivieren!