Ermordete Schwangere in Vorarlberg: Prozesstermin steht

Von Seff Dünser
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Den Geschworenenprozess hat die vorsitzende Richterin Angelika Prechtl-Marte für 22. November angesetzt
Den Geschworenenprozess hat die vorsitzende Richterin Angelika Prechtl-Marte für 22. November angesetzt - © VOL.AT
Frastanz – Zwei Jahre nach der grausamen Tat in Frastanz ist am 22. November der Mordprozess gegen den angeklagten Ex-Freund der erwürgten Frau.

Am 4. November 2015 wurde in Frastanz eine schwangere Frau ermordet. Erst zwei Jahre danach geht am Landesgericht Feldkirch dazu der Mordprozess über die Bühne. Den Geschworenenprozess hat die vorsitzende Richterin Angelika Prechtl-Marte für 22. November angesetzt.

21 Monate nach dem grausamen Tötungsdelikt hatte die Staatsanwaltschaft Feldkirch Anklage erhoben. Staatsanwalt Philipp Höfle wirft dem angeklagten 28-Jährigen aus der Dominikanischen Republik vor, er habe seine schwangere Ex-Freundin in deren Schlafzimmer erwürgt. Danach, so die Anklageschrift, habe der Angeklagte versucht, die 28-Jährige anzuzünden. Mit der Brandstiftung im Schlafzimmer soll versucht worden sein, den Mord zu vertuschen. Die Anklagebehörde legt dem Untersuchungshäftling Mord, Brandstiftung und gewaltsamen Schwangerschaftsabbruch zur Last. Der Strafrahmen für Mord beträgt 10 bis 20 Jahre bzw. lebenslange Haft.

Der von Thomas Raneburger verteidigte Angeklagte bestreitet die Anklagevorwürfe: Er habe die 28-Jährige nicht ermordet und auch das Feuer nicht gelegt.

Verfahrensverzögerung

Nach einem Jahr in Untersuchungshaft hat der Beschuldigte im Dezember 2016 behauptet, ein von ihm namentlich genannter anderer Mann sei für den Mord und die Brandstiftung verantwortlich. Die Polizei ermittelte auch in diese Richtung, was zur Verzögerung des Strafverfahrens beitrug. Das Landeskriminalamt ist allerdings nach wie vor der Überzeugung, dass der inhaftierte 28-Jährige der Täter ist.

Er soll der ehemalige Freund der jungen Frau aus Frastanz und der Vater ihres ungeborenen Kindes gewesen sein. Die 28-Jährige war im achten Monat schwanger. Durch den Mord an der schwangeren Frau starb auch deren ungeborenes Mädchen.

Der in Liechtenstein lebende Arbeitslose aus der Dominikanischen Republik und die Vorarl­bergerin sollen seit Längerem getrennt gewesen sein. Wenige Tage vor der Tatnacht soll es zwischen ihnen zu einem Streit über Zahlungen von Alimenten für das erwartete Kind gekommen sein. Das wird von den Ermittlern als Tatmotiv gewertet.

Der Angeklagte soll laut Anklage die Wohnungstür in Frastanz aufgebrochen haben und so ins Schlafzimmer vorgedrungen sein. Er soll seine Ex-Freundin gegen 22.45 Uhr im Schlaf überrascht haben. Die am nächs­ten Morgen wegen des ausgebrochenen Feuers alarmierte Feuerwehr fand die tote Frau im Bett. Gerichtspsychiater Reinhard Haller bescheinigte dem Angeklagten, zur Tatzeit zurechnungsfähig gewesen zu sein.

(Quelle: NEUE/Seff Dünser)

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