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Zweitschnellste Zeit der Geschichte

19,62 - trotz Regens die zweitschnellste je gelaufene Zeit über 200 Meter. Tyson Gay hat bei den US-Meisterschaften in Indianapolis ein deutliches Zeichen gesetzt.

Lediglich der legendäre Michael Johnson war bei seinem Fabelweltrekord bei Olympia 1996 in Atlanta (19,32) noch schneller gewesen. Gay ist der neue Star der US-amerikanischen Leichtathletik. Bereits am Freitag hatte der 24-Jährige aus Kentucky im Finale über 100 Meter in 9,84 Sekunden die schnellste Zeit der Geschichte bei Gegenwind markiert. “Die Zeit ist exzellent, aber ich werde weiterhin hart arbeiten und mich auf die Weltmeisterschaft konzentrieren. Ich bin selbstbewusst, aber nicht arrogant”, versicherte Gay, der im Finale seinen Trainingspartner, den WM-Silbermedaillengewinner Wallace Spearmon (19,89), auf Platz zwei verwies. Olympiasieger Shawn Crawford verpasste als siebenter die Qualifikation für die WM in Osaka (25. August – 2. September), bei der die US-Amerikaner auf allen Sprintstrecken als haushohe Favoriten gelten. In Summe gab es bei den US-Trials acht Jahresweltbestleistungen.

Gay hat in Japan das Sprint-Double über 100 und 200 Meter im Visier. “Er ist derzeit der beste Sprinter der Welt”, meinte Ato Boldon, der 200-Meter-Weltmeister von 1997. Neben Michael Johnson hatte auch 100-Meter-Weltrekordler Asafa Powell die starke Vorstellung von Gay im Michael-Carroll-Stadion mitangesehen. Der Jamaikaner, dessen 9,77 Sekunden über 100 Meter Gay zu Monatsbeginn bei zu starkem Rückenwind in New York bereits um 1/100 unterboten hatte, hatte sich zuletzt nicht in Bestform präsentiert. Über die halbe Stadionrunde, von der Gay ursprünglich kommt, führt der US-Amerikaner die Weltjahresbestenliste nun vor seinem Landsmann Walter Dix (19,69) an, der bei den US-Trials nicht am Start war. Eine Visitenkarte gab am Sonntag allerdings auch der Jamaikaner Usain Bolt ab. Der 20-Jährige lief bei den nationalen Meisterschaften in Kingston 19,75 Sekunden. Bolt verbesserte den bereits 36 Jahre alten Landesrekord des Olympiasiegers Donald Quarrie, der 1976 bei den Spielen in Montreal Gold geholt hatte, damit um 0,11 Sekunden.

Vor Gay hatte der US-Amerikaner Xavier Carter seit dem Vorjahr in 19,63 die zweitschnellste 200-Meter-Marke aller Zeiten inne gehabt. Der 21-Jährige zog sich im Halbfinale der US-Meisterschaften allerdings eine schwere Knieverletzung zu und verpasst daher die WM.

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