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Zweitklässler präsentieren ihr erstes Druckwerk

Bei der Projektpräsentation in der Stadtbibliothek bekam jedes Kind ein Exemplar des druckfrischen Heftes.
Bei der Projektpräsentation in der Stadtbibliothek bekam jedes Kind ein Exemplar des druckfrischen Heftes. ©Laurence Feider
Eine Klasse der VS Oberdorf setzt sich mit dem Schreiben und Drucken auseinander.
Heft "Gestern. Heute. Morgen"

Dornbirn. Mit einem literarischen Highlight ist für die Schüler und Schülerinnen der 2A Klasse der Volksschule Oberdorf das Schuljahr zu Ende gegangen: In der Stadtbibliothek haben sie ihr Erstlingswerk „Gestern. Heute. Morgen“ präsentiert. Das ist auch der Name des Double-Check-Projektes, das die Kinder zweieinhalb Jahre lang beim Entdecken und Finden von Wörtern und Geschichten begleiten wird. Dieses Jahr lag der Fokus auf dem „Heute“.

Kreatives Schreiben

In drei Schreibwerkstätten haben sich die Volksschüler in wechselnden Umgebungen – Zanzenberg, Stadtbibliothek, Schule – mit dem Verfassen verschiedener Textsorten beschäftigt. Der Schwerpunkt lag auf dem freien, kreativen Schreiben – begleitet wurden die Kinder von der Lustenauer Autorin Nadine Bösch. In einem nächsten Schritt führte sie Christa Bohle in zwei Druckwerkstätten in die Kunst des Druckens ein. An verschiedenen Stationen durften die Kinder unterschiedlichste Techniken ausprobieren – vom Fingerdruck über Monotypie, Kartondruck und Moosgummi-Druck bis zur Frottage.

Kunstvolles Heft

Die kleinen Texte und Drucke der Zweitklässler wurden anschließend in einem kunstvoll gestalteten Heft verewigt. „Im Anschluss an die Schreib- und Druckwerkstätten haben Gabi Hampson und ich von jedem Kind einen Text und ein Druckwerk ausgewählt und in Form gebracht. Vitor Branco Freitas vom Druckwerk hat das Heft in unzähligen Stunden von Hand im Siebdruckverfahren gedruckt“, erzählt Grafiker Lukas Bildstein, gleichzeitig Papa einer Zweitklässlerin und Initiator des Projektes. Einige Kinder haben ihre Texte bei der Präsentation in der Stadtbibliothek vorgelesen. Von den anwesenden Verwandten und Freunden ernteten sie dafür Applaus und Anerkennung. „Dieser kreative Ansatz zum Schreiben hat die Fantasie und Kreativität meiner Tochter angeregt. Sie konnte erforschen, händisch drucken und mit der Kraft der Worte experimentieren. Dies hat sie dazu motiviert, Geschichten auf Deutsch zu schreiben“, berichtet Adela Sanchez, Mama der Zweitklässlerin Elba. Einige Geschichten habe ihre Tochter behalten, andere zerrissen, aber alle habe sie laut erzählt und so die Angst vor Grammatik- und Rechtschreibfehlern überwunden.

Fortsetzung folgt

Nach den Sommerferien geht das Projekt für die Volksschüler weiter – im kommenden Schuljahr werden sie sich mit dem „Gestern“ beschäftigen. „Abgestimmt auf den Lehrplan, in dem in der dritten Klasse auch Dornbirn zum Thema wird, beschäftigen wir uns mit dem Ort, der Schule und der Umgebung. Wir befassen uns mit der Geschichte und den Geschichten rund ums Oberdorf, den Fabriken und Fabrikanten. Geplant ist unter anderem ein Besuch im Stadtarchiv“, verrät Lukas Bildstein, der das Projekt gemeinsam mit W*ORT und dem Druckwerk Lustenau umsetzt. Daneben gibt es wieder drei Schreibwerkstätten mit Nadine Bösch, sowie Workshops mit Vitor vom Druckwerk, wo das nächste Heft dann auch wieder gedruckt wird.

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