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Zwei von der schnellen Truppe

Mit perfekter Teamarbeit deklassierten Maximilian Zoll und Sebastian Loveys die Konkurrenz.
Mit perfekter Teamarbeit deklassierten Maximilian Zoll und Sebastian Loveys die Konkurrenz. ©Laurence Feider/privat
Einsatzkräfte-Team des Jahres

Lustenauer Notfallsanitäter gewinnen den Einsatzkräfte-Team-Wettbewerb 2010.

Lustenau. Im “normalen Leben” fahren sie einen Opel Corsa und einen VW Golf, den Führerschein haben sie erst seit zwei bzw. vier Jahren. Trotzdem konnten die beiden jungen Rotkreuz-Notfallsanitäter Maximilian Zoll und Sebastian Loveys aus Lustenau beim Einsatzkräfte-Teamwettbewerb (EKTW) 2010, bei dem Fahrpräzision und Offroad-Geschick gefragt sind, den ersten Platz “erfahren”. Noch völlig überwältigt und etwas ungläubig erzählen sie im VN-Heimat-Interview von ihren Erfahrungen.

Um was geht es beim Einsatz-Kräfte-Teamwettbewerb?
Maximilian: Bei diesem Wettbewerb, der heuer zum zweiten Mal von Landrover Österreich durchgeführt wurde, treten die besten ehrenamtlichen Blaulicht-Teams des Landes in fahraktiven On- und Offroad-Bewerben gegeneinander an. Den Gewinnern wird ein Land Rover Discovery 4 für ein Jahr zur Verfügung gestellt.

Wie habt ihr euch für den EKTW 2010 qualifiziert?
Sebastian: Der erste Schritt war eine möglichst originelle Bewerbung mit Foto und Text, daraufhin wurde die Hälfte der insgesamt 300 Bewerber zu den Landesvorentscheidungs- Bewerben zugelassen.
Maximilian: Am 20. Juni standen im ÖAMTC Fahrsicherheitszentrum in Röthis verschiedene Bewerbe auf dem Programm bei denen es um Geschicklichkeit und um Zeit ging. Trotz quasi Null-Erfahrung im Offroad-Fahren konnten wir den ersten Platz belegen.

Welche Vorbereitungen habt ihr für das Finale am 12. September in Stotzing/Burgenland getroffen?
Sebastian: Beim Landes-Vorentscheid konnten wir uns erstmals mit der Technik und dem Fahrverhalten eines Landrovers vertraut machen. Ursprünglich wollten wir uns im Vorfeld des Finales ein Geländeauto ausleihen und gezielt trainieren, dann haben wir doch beschlossen, uns auf unsere Intuition zu verlassen.

Welche Bewerbe standen beim Finale auf dem Programm, was waren die größten Herausforderungen?
Maximilian: Die 27 teilnehmenden Teams aus ganz Österreich mußten über den Tag verteilt sechs verschiedene Challenges absolvieren. Dies waren z.B. ein Trail, ein Blind-Slalomfahren und ein technischer Parcours.
Sebastian: Die größte Herausforderung war der mit Stangen extrem eng gesteckte Trail den wir als letzte Station absolvierten. Der Parcours war schon sehr matschig und voller Rillen, die Stimmung etwas angespannt und der Umgangston mit dem Fahrzeug zunehmend rauh.

Welche Platzierung habt ihr euch erwartet?
Maximilian: Unser Traum war ein Platz unter den ersten zehn, wir wollten nur nicht mit leeren Händen nach Lustenau zurückkommen.
Sebastian: Im Laufe des Tages haben wir dann schon einen gewissen Biß und Ehrgeiz entwickelt. Wobei der Spaß und die Gaudi absolut im Vordergrund standen und auch kein Konkurrenzverhalten zwischen den Teams spürbar war.

Was war eure Taktik, worin ward ihr den anderen Teams überlegen?
Sebastian: Wir haben versucht so schnell wie möglich aber auch so überlegt wie möglich zu fahren, im Rettungsdienst sind wir ja gewohnt umsichtig und vorausschauend zu fahren.
Maximilan: Unser Teamwork hat perfekt funktioniert, bei jedem Fahrerwechsel haben wir uns kurz abgesprochen und Tips gegeben. Hauptsächlich aber haben wir uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.

Wie habt ihr den Moment der Ergebnisverkündung erlebt?
Maximilan: Wir hatten uns ja einen Platz unter den Top Ten gewünscht, als die Siegerehrung dann voranschritt und wir bis zu Platz 2 nicht aufgerufen wurden, waren wir leicht enttäuscht und haben den anderen gratuliert. Dann hieß es: Das Siegerteam kommt aus Vorarlberg. “Hoi, git as no a anders Team vom Rota Krüz us Vorarlberg?” war Sebastians erste Reaktion.
Sebastian: Wir waren einfach nur überwältigt und haben uns unglaublich gefreut! Jetzt warten wir schon ganz gespannt auf unseren Hauptpreis. Voraussichtlich Anfang Oktober wird der Land Rover an unsere Dienststelle übergeben.

Zur Person:
Sebastian Loveys

Geboren: am 19. März 1988
Studium: Medizinstudium (5. Semester) in Innsbruck
Rotes Kreuz: seit 2006, zuerst im First Response Dienst, dann als Zivildiener und jetzt wieder als freiwilliger Notfallsanitäter
Hobbies: Rotes Kreuz, Klettern, Biken und Lesen

Zur Person:
Maximilian Zoll

Geboren: am 29. Juni 1991
Studium: Krankenpflegeschule Bregenz (2. Ausbildungsjahr)
Rotes Kreuz: schon als Kind mit dem Papa (Notarzt) bei Einsätzen dabei, später Jugend-Rotkreuz, seit 2 Jahren aktiv im Rettungsdienst
Hobbies: Rotes Kreuz (fast jedes Wochenende freiwilliger Dienst), Snowboarden

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