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Zwei Vollblutmusiker mit Herz und Sinn für Humor

Zwei Vollblutmusiker spielen im Duo: Bruno Pinter (Kontrabass) und Seppl Dernovsek mit dem Akkordeon.
Zwei Vollblutmusiker spielen im Duo: Bruno Pinter (Kontrabass) und Seppl Dernovsek mit dem Akkordeon. ©edithhaemmerle
Bruno Pinter und Seppl Dernovsek erzählen aus ihrem Musikerleben.
Zwei Vollblutmusiker

Lustenau. Nicht nur die Musik verbindet sie ein Leben lang. Sie haben auch sonst vieles gemeinsam. Im selben Jahr in Dornbirn geboren und aufgewachsen, haben sich beide eine Lustenauerin angelacht, die sie zur Ehefrau auserkoren haben. In Lustenau haben sich die zwei eingeschworenen Dornbirner dann doch sesshaft gemacht. Die Rede ist von Bruno Pinter und Seppl Dernovsek, zwei von den „4 Roulettis“.

Für die ältere Generation in Lustenau sind sie ein Begriff. Da werden Jugenderinnerungen wachgerüttelt. Aber nicht nur in Lustenau – landauf, landab spielten sie bei Faschingsveranstaltungen und bei den damals legendären und beliebten Grenzlandmaskenbällen. Der Bekanntheitsgrad reichte auch über die Landesgrenzen hinaus. Bereits im Jahr ihrer Gründung, 1957, belegten „Die 4 Roulettis“ den ersten Platz beim Wettbewerb für Amateurmusiker „Die große Chance“ in der Schweiz. Gleich darauf folgte 1958 die Prämierung als beste Tanzkapelle Vorarlbergs. „Das goldene Band“ hängt seit dem als Erinnerung im Musikerraum bei Pinters zu Hause in der Reichenaustraße.

Dieser kleine Raum im Keller diente den vier Amateurmusikern jahrelang als Proberaum.  Die Fotos, die heute noch an den Wänden kleben, erinnern daran.

Tanzmusik

Die „Hölle“ in Wangen war damals ein Begriff für alle Jungen und Junggebliebenen. „Es war das Inlokal für Tanzmusik“, erzählen die beiden Musiker von ihren vielen Auftritten im süddeutschen Raum. Etwas Besonderes war, dass die Tanzfläche am Abend automatisch über einen Teich ausgezogen werden konnte. „Einmal wurden wir nass“, erinnern sich Bruno und Seppl an eine Episode aus den Siebzigerjahren. Es war bei Werbeaufnahmen. Es sollte romantisch werden. Der Teich diente als geeignete Kulisse. Da saßen alle vier Musiker mit ihren Instrumenten in einem Boot, das dann aber seitlich kenterte. „Zum Glück konnten alle schwimmen“, lachen sie heute noch über das feuchte Erlebnis. Eine Geschichte, die schon sehr lange zurückliegt, erwähnt auch Greti, Brunos „bessere Hälfte“. „Ich erinnere mich noch genau, als Bruno und Seppl einmal gesagt haben, dass sie auf keinen Fall eine Lustenauerin heiraten werden.“ Und wie oft kommt unverhofft? „Beide hat die Liebe nach Lustenau verschlagen – und beide sind bis heute glücklich mit ihren Lustenauer Frauen verheiratet“, ist sich Greti ganz sicher und lacht dabei herzlich, „denn als Ehefrau eines Musikers muss man schon eine gehörige Portion Humor und viel Toleranz mitbringen“, fügt sie verschmitzt hinzu. Und dabei ist ihr noch etwas eingefallen, das erwähnenswert sei: „Alle vier Musiker der ,Roulettis‘ sind bis heute mit derselben Frau, der sie zum ersten Mal das Jawort gegeben haben, verheiratet.“ 

Zwanzig Jahre

20 Jahre lang spielten „Die vier Roulettis“, alias Bruno Pinter, Seppl Dernovsek, Max Meusburger und Willi Höfler, im ganzen Land. Und immer sorgten sie für volle Säle. Vom damaligen „Parkhotel“ in Dornbirn und der Messehalle bis hinein ins hinterste Montafon machte die Amateur-Band die Tanzlokale unsicher.  Auch im Raum St. Gallen und Zürich waren die vier Musiker bekannt. Bis sie sich 1978, nach gut 20 Jahren, trennten.

Ohne Musik und ohne Band konnte sich Bruno das Leben nicht vorstellen. So entstand kurz nach der Trennung der „Roulettis“ – das „Bruno-Pinter-Trio“. Nahtlos setzte sich das Leben des Vollblutmusikers fort. Im Trio spielte Bruno Pinter zusammen mit Willi Höfler und Otto Jäger bis zu seiner Pensionierung. Wer meinte, dann sei Schluss, hatte sich getäuscht. Auch in der Pension ließ der zweifache Familienvater und Neo-Lustenauer Gitarre und Kontrabass nicht verstauben. Er schloss sich mit seinem „Rouletti“-Freund Seppl Dernovsek zusammen. Im Duo unterhalten die beiden bis Dato noch bei Geburtstagen im Freundeskreis und bei sämtlichen Familienfesten. Bruno spielt Gitarre oder Kontrabass, Seppl auf dem Akkordeon oder Keyboard. Bis heute verbindet die Musikerfamilien eine lange Freundschaft. Jedes Jahr treffen sich die Familien der „Roulettis“. Dann gibt es viel zu erzählen . . . von damals.

Menschen aus der Heimat

Zur Person

Bruno Pinter

Geb. 1935 in Dornbirn

Wohnort: Lustenau, Reichenaustraße

Familie: verh. seit 1966 mit Greti, 2 Söhne (Jörg und Hanno), 3 Enkel

Hobbys: Musik, Musik, Musik, Schifahren und Wandern

Lebensmotto: „Musik und Humor bereichern das Leben“

Zur Person

Seppl Dernovsek

Geb.: 1935 in Dornbirn

Familie: verh. seit 1964 mit Maria, 3 Kinder (Marco, Daniela Janet), 6 Enkel

Wohnort: Lustenau, Hofsteigstraße

Hobbys: Musik, Schifahren, Schwimmen, Tennis

Lebensmotto: „Frey hio und gsund blibo“

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