Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Zwei Unangepasste im Rohnerhaus

Im Rohnerhaus eröffnet kommenden Samstag die Ausstellung "Widerspenstig Flatz  Kalb".
Im Rohnerhaus eröffnet kommenden Samstag die Ausstellung "Widerspenstig Flatz Kalb". ©Rohnerhaus
Rohnerhaus Flatz Kalb

Mit FLATZ und Edmund Kalb zeigt das Lauteracher Privatmuseum zwei Künstler, die mit ihren Arbeiten an der Behäbigkeit des Bürgertums kratzen.

Lauterach. Die Lebenswege von Edmund Kalb und FLATZ kreuzten sich nie. Der eine starb 1952 in Dornbirn, der andere kam 1952 in Dornbirn auf die Welt. Beide studierten in München Kunst und beide zogen mit ihrer Kunst auf ihre ganz eigene Weise gegen das Establishment zu Felde. Das Rohnerhaus Lauterach zeigt die zwei Unangepassten in der Ausstellung “widerspenstig – FLATZ – KALB” in seiner Sommerausstellung vom 11. Mai bis zum 24. September. Eröffnung ist kommenden Samstag, 7. Mai 2011, um 18.00 Uhr.

Edmund Kalb (1900 – 1952) gehörte zu seinen Lebzeiten zu den verkannten Künstlern. Obwohl er nach seinem Besuch der Kunstakademie in München und seinen Studienreisen zurückgezogen in Dornbirn lebte, kam es immer wieder mit der Obrigkeit in Konflikt. Gehorsamsverweigerung, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Beamtenbeleidigung führten zu Verhaftungen, Verurteilungen und Gefängnisaufenthalten. Seine Domäne war die Portraitkunst, ausgeführt hauptsächlich in Zeichentechnik. Er beschäftigte sich immer mehr mit sich selbst, wurde zum Sonderling und Außenseiter und schuf so an die 1.000 Selbstportraits. Erst nach seinem Tode wurde sein künstlerischer Nachlass entdeckt und in seiner Bedeutung erkannt.

Wolfgang Flatz provoziert mit seinen Arbeiten dermaßen, dass er ebenso wie Kalb als Provokateur wahrgenommen wird. Auch er wurde ausgegrenzt und seine Kunst brachte ihm Gefängnisaufenthalte ein. In seinem Lebenslauf findet sich sogar eine Zwangspsychiatrisierung, weil er mit seinem Aktionismus provozierte und weit über die Grenzen dessen ging, was das Establishment als in der Kunst tolerierbar erachtete.

Heute sind beide anerkannt, FLATZ bekam von seiner Heimatstadt sogar ein eigenes Museum. Im Besitz des Rohnerhauses befindet sich eine umfangreiche Sammlung von Edmund Kalb. Diese wird in Beziehung gebracht mit der Ausstellung “Cella” von FLATZ, in der es um Strukturen der Ausgrenzung und Disziplinierung geht und zum ersten Mal in Vorarlberg zu sehen ist.
HAPF

Info

Ausstellung “widerspenstig” FLATZ – KALB
Eröffnung: Samstag, 7. Mai 2011, 18.00 Uhr durch Landesrätin Andrea Kaufmann
Vernissagerede: Kurator Rudolf Sagmeister
Dauer der Ausstellung: 11. Mai bis 24. September 2011
Öffnungszeiten: Mi – Sa 11.00 – 17.00 Uhr, Fr 11.00 – 20.00 Uhr (Führungen auf Anfrage)
Rohnerhaus Lauterach
Kirchstraße 14, 6923 Lauterach
T: 05574/72923
E-Mail: info@rohnerhaus.at
Web: www.rohnerhaus.at

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Lauterach
  • Zwei Unangepasste im Rohnerhaus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen