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Zwei Gesichter eines Menschen

Die Maske - Chiffre für Sein und Schein bei Dorian Gray.
Die Maske - Chiffre für Sein und Schein bei Dorian Gray. ©Veranstalter/TaK

Oscar Wildes Roman “Das Bildnis des Dorian Gray” dramatisiert im TaK.

Schaan. Das “TNT theatre Britain” präsentierte in englischer Sprache den von Paul Stebbings für die Bühne adaptierten Roman “The Picture of Dorian Gray” (1890/91) des einstigen englischen Skandalautors Oscar Wilde (1854-1900). Man musste nicht unbedingt die englische Sprache perfekt beherrschen, um der Faszination, welche immer noch von der Geschichte des Lebemanns Dorian Gray ausgeht, dessen Gemälde zwar, aber nicht er selbst altert und verfällt, erliegen zu können. So geschehen auch in dem Vier-Personen-Stück, das in karger Shakespeare-Manier im TaK mit einem brillanten Mimen-Quartett den berühmten Roman für die Bühne realisierte (Regie: Christian Flint).

Zeitlose Problematik

Oscar Wilde skizziert in seiner (stark autobiographischen) Hauptfigur Dorian Gray zeitlose Probleme, die wohl erst durch die Psychoanalyse im 20. Jahrhundert durchleuchtet wurden – Moral kontra Amoral, Ursprünge des Bösen, im maßlosen Egoismus basierende Dekadenz des Gewissens etc. Den Dorian Gray spielte Elliott Charles Marsh als schlaksigen, unbekümmert-coolen Dandy, der für seine dunkle Seele aber etwas zu sanft wirkte; schillernd und optisch wie ein junger Charles Laughton sein “böser Geist” Lord Henry (Ian Britten-Hull); den Maler Basil, der das Gray-Porträt schuf, verkörperte Mark Denham (auch als Conférencier), und Maeve Leahy war die bezaubernde Sybil Vane. Ein starker Abend, nicht nur für Fans der englischen Sprache und Literatur.

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