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Zuversicht bei Gewerbe und Handwerk

Problembereiche: Fachkräfte- und Lehrlingsmangel.
Problembereiche: Fachkräfte- und Lehrlingsmangel. ©VOL.AT/Philipp Steurer
Feldkirch. Bei den Betrieben herrscht Zuversicht, die von den anstehenden großen Herausforderungen gedämpft wird.

37 Prozent der Betriebe im Vorarlberger Gewerbe und Handwerk verzeichneten 2013 Umsatzsteigerungen. Im ersten Quartal 2014 hat sich das Stimmungsbarometer – verglichen mit dem Vorquartal – verbessert. Die Eckdaten des aktuellen Konjunkturberichts der KMU Forschung Austria unterstreichen, dass das Gewerbe & Handwerk weiterhin der Garant für das Florieren des Wirtschaftsstandorts Vorarlberg ist.15,3 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen 2013 auf Exporte – ähnlich wie im Jahr zuvor. 36 Prozent der Betriebe realisierten Umsätze mit Exporten. Der Export bzw. Arbeiten über die Grenze hinweg, wie zum Beispiel in der Schweiz, stellt somit eine zentrale Säule vom Gewerbe und Handwerk dar. Wichtig für die Konsumenten: Bei der Mehrheit der Betriebe blieben im Vorjahr die Preise konstant, Erhöhungen von Verbraucherpreisen fielen geringer als im österreichischen Durchschnitt aus.

Stimmungsbarometer verbessert

Bei der Geschäftslage hat sich im 1. Quartal 2014 das Stimmungsbarometer, verglichen mit dem Vorquartal, verbessert. 34 Prozent der Betriebe beurteilten die Geschäftslage als “gut”, vor einem Jahr waren es lediglich 29 Prozent gewesen. Diese Steigerung hängt auch mit den günstigen Witterungsbedingungen zusammen, die im Winter herrschten. 55 Prozent gaben als ihre Einschätzung der Geschäftslage “saisonüblich” an. Die Zahl der Betriebe mit schlechter Einschätzung der Geschäftslage blieb prozentuell gleich wie im Jahr zuvor.

Investitionen geplant

Die Unternehmen blicken jedenfalls recht optimistisch auf den weiteren wirtschaftlichen Verlauf des Jahres 2014. So planen 39 Prozent der Unternehmen Investitionen. 17 Prozent rechnen gar mit höheren Investitionen als im Jahr 2013.

Fachkräfte- und Lehrlingsmangel

Es herrscht Zuversicht, die freilich von den anstehenden großen Herausforderungen gedämpft wird. “Die Problembereiche liegen ganz klar auf der Hand – der Fachkräfte- und der Lehrlingsmangel”, sagt Spartenobmann Ing. Bernhard Feigl. Bei den Lehrlingen bereitet besonders die demografische Entwicklung Grund zur Sorge; die geburtenschwachen Jahrgänge machen natürlich auch vor dem Gewerbe und Handwerk nicht Halt. Ein Vergleich: 2006 gab es beispielsweise rund 400 Jugendliche im lehrfähigen Alter mehr als 2014.

“Zahlreiche Initiativen der Betriebe und der einzelnen Innungen haben jedoch Früchte getragen”, betont Feigl. “Rund die Hälfte der Vorarlberger Jugendlichen werden im Handwerk ausgebildet. Wir sind somit der wichtigste Ausbildner im Land.”

Was die Auftragseingänge bzw. Umsätze im zweiten Quartal 2014 betrifft, so erwarten 68 Prozent keine Veränderung. 21 Prozent gehen von steigenden Auftragszahlen bzw. Umsätzen aus. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Optimismus zugenommen. Insgesamt überwiegen die optimistischen Einschätzungen.

“Wir stellen eine konstante Entwicklung fest. Das Gewerbe und Handwerk stellt somit weiterhin das Fundament für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg dar”, sagt Spartenobmann Feigl.

Sicherung der Arbeitsplätze

Aber auch bei der Sicherung der Arbeitsplätze hat das Gewerbe und Handwerk nach wie vor eine tragende Rolle inne, wie die Umfrage der KMU Forschung Austria ergab. So wollen im zweiten Quartal 72 Prozent der Betriebe ihren Personalstand konstant halten. 22 Prozent haben sogar vor, den Beschäftigtenstand um durchschnittlich 29,4 Prozent zu erhöhen. Im Durchschnitt ergibt sich eine geplante Erhöhung des Beschäftigtenstands um knapp 6 Prozent.

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