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Zumtobel trotzt Brexit - Analysten rechnen mit mehr Quartalsgewinn

Ulrich Schumacher ist Vorstand des Vorarlberger Unternehmens
Ulrich Schumacher ist Vorstand des Vorarlberger Unternehmens ©APA
Der börsennotierte Leuchtenhersteller Zumtobel dürfte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 trotz etwas niedrigerer Umsätze mehr Gewinn gemacht haben. Dies erwartet eine Mehrheit der von der APA befragten Finanzanalysten.

Großbritanniens Entscheidung zum EU-Austritt dürfte die Ergebnisse des stark am britischen Markt engagierten Vorarlberger Unternehmens vorerst kaum belastet haben. Zumtobel macht etwa 18 Prozent seiner Umsätze am britischen Markt. Das Brexit-Votum Ende Juni hatte die Aktie des Leuchtenherstellers zunächst abstürzen lassen. In den Tagen nach dem Referendum gab der Börsenkurs um über 26 Prozent bis auf 9,45 Euro je Aktie nach. Mittlerweile notiert das Papier aber wieder knapp über 14,50 Euro.

Pfund ist niedriger als im Vorjahr

Interessant für die Anleger dürften bei der Zahlenvorlage am morgigen Dienstag nach Ansicht von Analyst Günther Hollfelder von der Baader Bank vor allem der Ausblick auf das Gesamtjahr und die Auswirkungen der starken Abwertung des britischen Pfund sein. Hollfelder sieht derzeit aber keine Hinweise auf größere Verwerfungen für das Geschäft des Leuchtenherstellers. Das Pfund notiert gegenüber dem Euro derzeit um elf Prozent niedriger als im Vorjahr.

Im Schnitt rechnen die befragten Analysten mit einem leichten Rückgang des Umsatzes auf 332,4 Mio. Euro, nach 342,4 Mio. Euro im Vorjahresquartal. “Der Umsatzrückgang ist auf eine ‘Normalisierung’ in der Komponenten-Sparte nach dem starken ersten Halbjahr des Vorjahres zurückzuführen”, erläutert Baader-Analyst Hollfelder.

Uneinigkeit bei Gewinnauswirkungen

Trotz des Umsatzrückgangs dürfte Zumtobel aber mehr Gewinn gemacht haben. Beim operativen Ergebnis (EBIT) erwarten die befragten Wertpapierexperten im Schnitt ein um mehr als ein Viertel verbessertes Ergebnis von 15,6 Mio. Euro. Unterm Strich steht bei der Konsensschätzung ein Zuwachs von gut einem Fünftel auf 11,2 Mio. Euro. Einig sind sich die Analysten hier allerdings nicht: Im Gegensatz zur Raiffeisen Centrobank (RCB) und Erste Group rechnet man bei der Baader Bank sowohl operativ als auch beim Nettogewinn sogar mit einem leichten Minus.

(APA)

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