Zu teuer: Rauch gegen Radweg durchs Achtal

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Für die Radverbindung vom Bregenzerwald ins Rheintal muss laut Landesrat Rauch eine Alternativlösung her.
Die Bahntrasse früher und heute
Achtal-Radweg: Machbar aber teuer

Ein Rad- und Gehweg durch das Achtal auf der ehemaligen Wälderbahntrasse zwischen Doren und Kennelbach wäre nach dem Ergebnis einer von der Regio Bregenzerwald in Auftrag gegebenen Studie grundsätzlich zwar machbar, aber teuer.

Das Thema Achtal-Radwag war am Mittwoch im Volkswirtschaftsausschuss des Landtag ein großes Thema. Ein klare Meinung dazu hat Mobilitätslandesrat Johannes Rauch: „Der Bregenzerwald braucht eine Radverbindung ins Rheintal, doch diese Verbindung wird nicht durch das Achtal führen.“ Als Hauptgrund werden die hohen Kosten ins Treffen geführt.

40 Millionen Euro

Laut Studie würde eine Radverbindung durchs Achtal rund 40 Millionen Euro kosten. „Das ist eine gewaltige Summe, die wir auch beim besten Willen nicht einfach so aus dem Budgetzylinder zaubern könnten. Und ganz davon abgesehen, sind Fragen der naturschutzrechtlichen Genehmigungsfähigkeit des Radweges in der Kalkulation noch gar nicht enthalten“, bekräftigt Rauch.

Frühstück will Vision vorantreiben

Anders sieht das ÖVP-Klubobmann Roland Frühstück. Angesichts der hohen Kosten wäre für Frühstück auch eine schrittweise Umsetzung vorstellbar. Das heißt, die Strecke soll fürs Erste zumindest für Fußgänger fit gemacht werden. "Insgesamt ist es jedoch ein Generationenprojekt. Und wir haben jetzt noch die Chance, dieses Naturerlebnis für die Bevölkerung zu sichern und das für Jahrzehnte“, so Frühstück.

Frühstück drängt daher darauf, diesen ersten Schritt zu fixieren und längerfristig die Weiterentwicklung zu einer Radverbindung nicht aus dem Auge zu verlieren. „Die alte Wälderbahn-Strecke ist von der Trassenführung für den Fahrradverkehr genauso logisch, wie sie es damals für die Erbauer der Schienentrasse war."  Eine Route über Alberschwende entlang der L200 macht für Frühstück wenig Sinn. Aufgrund des Höhenunterschiedes würde sie keine Akzeptanz finden, ist sich der ÖVP-Politiker sicher.

Suche nach Alternativen

Land und REGIO Bregenzerwald wollen nun eine Alternativen-Prüfung in Auftrag zu geben, um eine vollständige Entscheidungsgrundlage zu haben. Für die weitere Studie wurde eine Landesförderung von 70 Prozent in Aussicht gestellt.

(red)

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