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zNüne - der Talk mit Biss: Flatz

"Kunst ist nicht ein Spiegel, den man der Wirklichkeit vorhält, sondern ein Hammer, mit dem man sie gestaltet." Mit einem Zitat von Karl Marx beschreibt Flatz seinen Zugang zum Begriff Kunst.
zNüne der Talk mit Biss: FLATZ

Wolfgang Flatz gilt wohl als der am meisten polarisierende Künstler Vorarlbergs. Geboren und aufgewachsen in Vorarlberg schloss Flatz 1971 eine Lehre als Goldschmied ab und studierte anschließend in Graz Metalldesign.

Eine breitere Öffentlichkeit in Vorarlberg wurde erstmals 1975 auf Flatz aufmerksam, als er im Rahmen einer Kunstperformance zwölf Stunden lang an einer Straßenbrücke in Rankweil stumm neben einem Schild stand. Hintergrund dieser Aktion war der Hinweis und die Erinnerung an einen schweren Verkehrsunfall, den Flatz einige Jahre davor an eben dieser Stelle verursacht hatte. Das Resultat: Flatz wurde von der Polizei festgenommen und es folgte ein 24-stündiger Aufenthalt in der damaligen “Landesirrenanstalt” Valduna.

Emigration nach Deutschland und erste überregionale Anerkennung

Nach dieser Erfahrung entschloss sich Flatz Vorarlberg zu verlassen und begann in München ein Studium der Goldschmiedekunst und Kunstgeschichte. “Fressen, Ficken, Fernsehen” – mit diesem Slogan prägte Flatz in den 1980er-Jahren viele Studentenwohnungen in Deutschland. In schwarz-rot-goldenen Lettern auf eine Postkarte gedruckt, zierte die Anspielung an die deutsche Mentalität etliche Kühlschränke und war viele Jahre das meistverkaufte Postkartenmotiv Deutschlands.

Schmerz und der eigene Körper als Kunstform

Immer wieder sorgte Flatz für Aufsehen, wenn er sich selbst als Teil seiner Performances, auch über jegliche Grenzen hinweg einsetzte. So ließ er sich mit Dartpfeilen bewerfen, als lebender Glockenschlegel bis zur Bewusstlosigkeit gegen Metallplatten schleudern, oder rammte bei der Aktion “Schuldig! Nicht Schuldig!” seinen Kopf so lange gegen Metallplatten, bis auch der letzte Besucher den Ausstellungsraum verlassen hatte.

Flatz, das Multitalent!

Auch wenn gerade die meisten dieser kontroversiellen Performances die größte öffentliche Aufmerksamkeit nach sich gezogen haben, ist das künstlerische Schaffen von Flatz unglaublich mannigfaltig und umfangreich. Einen Überblick über sein Schaffen finden interessierte Besucher seit 2009 im Flatz Museum in Dornbirn. Skulpturen, Bilder, Videoinstallationen und Musikstücke zeigen die Vielschichtigkeit seiner Arbeit. Aktuell zu sehen im Flatz Museum in Dornbirn ist seine Sonderausstellung “Faces”, bei der er traditionelle afrikanische Masken in Szene gesetzt hat.

Warum auf der Terrasse seines Ateliers in München ein Auto von Elvis Presley und ein Friedhof aus Bregenz zu finden ist, wie sein Sohn sein Leben verändert hat und warum die Begabung eines Schulkollegen der Ursprung seiner Kunst war, erfahren sie im ausführlichen zNüne-Talk.

 

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