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Zivilschutzalarm an Kamp-Mündung

In Seebarn (Niederösterreich) 230 Menschen wurden evakuiert. Der Pegel steigt wieder. Die Feuerwehr ist mit 5.000 Kräften im Land im Einsatz.

In Gemeinden an der Kamp-Mündung ist heute, Dienstag, Früh Zivilschutzalarm ausgelöst worden. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos galt diese Maßnahme für Grafenwörth, Jettsdorf, Seebarn, Kollersdorf, Gigging, Altenwörth, Winkl und Frauendorf. „Auch in anderen Bereichen wurde diese Alarmierung ausgelöst.“

In Seebarn wurden am Vormittag 230 Bewohner evakuiert. Amtsleiter Ferdinand Holzer bezeichnete die Lage als „stabil“. Der Höchststand der Donau werde am Nachmittag erwartet.
Stromaufwärts war neben Ybbs u.a. auch Melk zunehmend von den Fluten betroffen. Das Wasser in der Bezirksstadt stand bis zum Hauptplatz. In Niederösterreich waren alle Donau-Feuerwehren im Einsatz oder in Bereitschaft.

Neuerlich starke Überflutungen waren auch laut Feuerwehr am Kamp zu erwarten. Sämtliche Einsatzkräfte befanden sich in Alarmbereitschaft. Sandsackbarrieren wurden errichtet, so etwa eineinhalb Meter hoch auf dem Dreifaltigkeitsplatz in Gars. Der Bevölkerung in der Marktgemeinde wurde am Vormittag mitgeteilt, dass keine Flutwelle, jedoch ein stetiges Ansteigen des Pegels zu erwarten sei. Die Spitze werde für den Nachmittag erwartet und könnte das Ausmaß vom vergangenen Donnerstag erreichen. Vom Stausee Ottenstein werde Wasser „langsam abgelassen“. Um 9.00 Uhr waren es 342 Kubikmeter pro Sekunde.

Das Landesfeuerwehrkommando wusste am Dienstag auch zu berichten, dass die Siemens AG jene Mitarbeiter, die Feuerwehrmitglieder sind, für alle Einsätze freigestellt hat. Die Firma Spar hat den Feuerwehren 35 Paletten Lebensmittel im Wert von 21.000 Euro übergeben. Die Waren werden der vom Hochwasser betroffenen Menschen in den Regionen Horn, Krems, und Tulln zur Verfügung gestellt. Auch Vöslauer und Egger haben die Bevölkerung unterstützt.

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