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Zivildiener Kevin Feuerstein im Interview beim Roten Kreuz

Kevin Feuerstein hat sich für den Zivildienst beim Roten Kreuz Vorarlberg entschieden.
Kevin Feuerstein hat sich für den Zivildienst beim Roten Kreuz Vorarlberg entschieden. ©Rotes Kreuz Vorarlberg
ZIVILDIENER BEIM ROTEN KREUZ VORARLBERG IM INTERVIEW – „MEIN LEBEN UND DAS MEINER FAMILIE SCHÄTZE ICH JETZT GANZ ANDERS ALS ZUVOR.“


Kevin Feuerstein hat sich für den Zivildienst beim Roten Kreuz Vorarlberg entschieden. „Hauptsächlich, weil ich eine sinnvolle Beschäftigung machen wollte“, erklärt Kevin aus Nofels. Der junge Mann spricht im Interview über seinen Eindruck von der Organisation und seine Aufgaben beim Roten Kreuz.

Du hast dich für den Zivildienst beim Roten Kreuz entschieden. Wie war dein erster Eindruck?
Kevin: Der erste Eindruck war sehr positiv. Nach einer Einführung ging es gleich los und ich wusste, es würde eine interessante und lehrreiche Zeit werden. Von Beginn an lernte ich viel Brauchbares, wie beispielsweise die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Anschließend folgte ein mehrwöchiges Praktikum in der Rotkreuz-Abteilung Feldkirch.

In welchen Abteilungen bist du noch gewesen und was hast du dort genau gemacht?
Kevin: Nach der Grundausbildung und dem Praktikum hatte ich im Landesverband Vorarlberg die Möglichkeit, im Bildungs-Center mitzuarbeiten. Dort habe ich verschiedene administrative Tätigkeiten im Zusammenhang mit den öffentlich angebotenen Kursen des Roten Kreuzes ausgeführt. Ich bekam zudem einen Einblick in die vielfältigen Veranstaltungen und Seminare.

Durch das Flüchtlingsthema hattest du spontan die Möglichkeit, im Flüchtlingscamp in Hard mitzuhelfen. Welche Aufgaben galt es zu bewältigen?
Kevin: Im Camp in Hard sind circa 100 Menschen untergebracht und es gab viel zu tun. In erster Linie musste ich die Asylwerber betreuen und bei Bedarf zum Arzt führen. Die Arbeit ging nie aus. So half ich beim Essen ausgeben, bei organisatorischen Angelegenheiten bis hin zum Dusche reparieren.

Gab es in den letzten Monaten eine bewegende Geschichte für dich?
Kevin: Eine einzige Geschichte gibt es nicht. Es ist der gesamte Zivildienst, der mich bewegt hat. Ich habe auf diese Weise gesehen, dass es viele unterschiedliche Krankheiten gibt und das Leid der Familien hautnah mitbekommen. Sehr nah sind mir auch die Geschichten der Asylwerber gegangen, die ihre Heimat verlassen mussten und monatelang auf der Flucht waren. Mein Leben und das meiner Familie schätze ich jetzt ganz anders als zuvor.

Dein Zivildienst rückt schon dem Ende zu. Wie sieht dein Resümee aus?
Kevin: Mein Resümee fällt sehr positiv aus. Ich hatte eine tolle und interessante Zeit. Es ist eine super Gelegenheit, eine Berufsgruppe im sozialen Bereich kennen zu lernen und dabei selber Hand anzulegen. Zudem habe ich die Zeit gebraucht, um zu überlegen, was ich nach dem Zivildienst machen werde. Ich fühlte mich beim Roten Kreuz Vorarlberg sehr willkommen.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin alles Gute für deinen weiteren Lebensweg.

Wunsch-Antrittstermine für 2016 sichern

Im kommenden Jahr gibt es beim Roten Kreuz Vorarlberg neun Start-Zeitpunkte. Freie Plätze gibt es noch im Mai, Juli und Dezember.

Die Antrittstermine 2016 sind:
04.01.2016, 01.03.2016, 04.04.2016, 02.05.2016, 01.07.2016, 01.08.2016, 01.09.2016, 01.11.2016, 01.12.2016
Die möglichen Einsatzorte sind: Bregenz, Dornbirn, Lustenau, Hohenems, Bregenzerwald (Egg und Au), Feldkirch, Bludenz (mit Sonntag, Lech und St. Gallenkirch), Riezlern im Kleinen Walsertal.

Weitere Informationen und Kontakt
Folgende Voraussetzungen sind für die Ableistung des Zivildienstes zu erfüllen: Tauglichkeitsbescheinigung der Stellungskommission (Musterung), Einreichung der Zivildiensterklärung, Erhalt des Feststellungsbescheids mit Zivildienst und Wohnsitz in Vorarlberg. Für weitere Informationen steht das Rote Kreuz Vorarlberg gerne per E-Mail an zivildienst@v.roteskreuz.at oder unter Tel. 05522/77000-9011 zur Verfügung. Allgemeine Informationen sind unter www.roteskreuz.at/vorarlberg sowie unter www.zivildienst.gv.at erhältlich!

Quelle: Österreichisches Rotes Kreuz/Ulrike Breuß

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