Zitrusfrüchte und eine Impfdosis

Dornbirn - So hin und wieder taucht sie schon auf, die echte Grippe. "Aber sie ist extrem selten", beruhigt Dr. Robert Spiegel.

Was ihm derzeit die Patienten in die Ordination treibt sind vor allem grippale Infekte. Doch auch die können es in sich haben. Bei Fieber ist für den Mediziner klar: Krankenstand. Denn: „Der ist aus gutem Grund drei Tage außer Gefecht.” Allerdings schlägt auch da die Wirtschaftskrise durch. „Die Leute lassen sich nicht mehr so einfach krankschreiben, weil viele Angst um den Arbeitsplatz haben”, so Spiegel.

Weniger anfällig

Er selbst ist bestens drauf. Ganz im Gegensatz zu seinem dreijährigen Sohn, der an einer Virusentzündung laboriert. „Durch den ständigen Kontakt mit kranken Menschen sind wir Ärzte vielleicht etwas resistenter geworden”, merkt Robert Spiegel an. Natürlich lässt er sich jedes Jahr gegen Grippe impfen. „Wer das kontinuierlich über einen langen Zeitraum macht, ist weniger anfällig.” Und natürlich isst er in der kalten Jahreszeit mehr Zitrusfrüchte und geht auch bei Minustemperaturen an die frische Luft. Kurz gesagt, er unternehme nicht mehr an Vorbeugemaßnahmen als andere auch. Doch eine halbwegs gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind auch bei der Abwehr von Grippeviren schon die halbe Miete. Wenngleich es nichts gibt, was wirklich schützt. „Die Viren sind überall gleich. Nur die Ansteckungsgefahr ist verschieden ausgeprägt”, erklärt der Arzt. Ein grippaler Infekt etwa lässt sich kaum verhindern, wenn man sich unter vielen Leuten bewegt.

Bis zum Wochenende

Medikamente verschreibt Spiegel nur, wenn es zu schweren Beeinträchtigungen kommt. Auch bei speziellen Grippemitteln gibt er sich zurückhaltend. Er hat heuer noch keines verschrieben. „Auskurieren muss man die Krankheit so oder so”, betont er. Betroffene, die im Arbeitsleben stehen, sind jedoch vorsichtig geworden. „Lieber kämpft man sich bis zum Wochenende durch und hofft, dass man am Montag wieder gesund ist”, weiß der seit zwanzig Jahren als Allgemeinmediziner tätige Dornbirner.

Im Busch engagiert

Eigentlich wollte Robert Spiegel ja Internist werden. Stattdessen ereilte ihn der Ruf der väterlichen Praxis. „Dafür habe ich eine Internistin geheiratet”, meint er, dass sich im Leben alles einmal ausgleicht. Nicht geändert hat sich auch sein Anliegen, anderen zu helfen. Zwar gab er mit dem Fünfziger seine Funktionen als Not- und Flugrettungsarzt auf. Dafür hilft er jetzt in Malawi. Gemeinsam mit der Aktion „Bruder und Schwester in Not” engagierte sich Robert Spiegel beim Aufbau von Buschambulanzen. Derzeit unterstützt er den Bau eines Spitals. Es wird ein „schickes Buschspital”, verspricht er.

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