Zirngast: Erdogans "langer Arm" - Versagen von EU-Integrationspolitik

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Der nach monatelanger Haft im September 2019 von Terrorvorwürfen in der Türkei freigesprochene österreichische Student, freie Journalist und Aktivist Max Zirngast sieht in den jüngsten Entwicklungen in Österreich auch ein Versagen der europäischen Integrationspolitik.
Überraschender Freispruch
AKP-Modell laut Zirngast am Ende

In einem Interview mit der ZiB Nacht von ORF 1 am Mittwoch meinte Zirngast in Bezug auf den "langen Arm" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, der sich auch auf die EU-Staaten erstrecke, es gebe ein "Paradoxon".

Suche nach Identifikationsfigur

Angehörige der dritten oder vierten Generation von aus der Türkei stammenden Menschen würden sich als weniger Teilhabende an der Gesellschaft an den Rand gedrängt fühlen und nach einer Identifikationsfigur suchen. Hierbei spiele auch der Alltagsrassismus eine Rolle.

Bezüglich des von Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) aufgezeigten Spionagefalls und des Brandanschlags auf einen kurdisch-türkischen Verein in Wien-Favoriten sagte Zirngast, Erdogan agiere auch in der Diaspora ähnlich wie in der Türkei: Es würden nicht alle Oppositionelle verhaftet, aber es könne jeden treffen.

Das gesamte Interview

(APA)

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