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Zimmermädchen mit Zange geschlagen

Drei Monate Haft für vorbestraften Italiener, der Zimmermädchen verletzte.
Drei Monate Haft für vorbestraften Italiener, der Zimmermädchen verletzte. ©VOL.AT/ Steurer (Themenbild)
Feldkirch, Bregenz. Drei Monate Gefängnis für vorbestraften Italiener, der eine Hotelbedienstete verletzte.

Mit einer Kombizange hat der Angeklagte nach Ansicht des Gerichts in einem Bregenzer Hotelzimmer einem Zimmermädchen ins Gesicht geschlagen. Dabei wurde die Hotelbedienstete an der Lippe leicht verletzt. Zudem hat der 43-Jährige nach Überzeugung des Gerichts die 44-Jährige gegen einen Spiegel gedrückt und sie so auch zu nötigen versucht, ihm das Hotelzimmer zum Schlafen zu überlassen.

Dafür wurde der mit acht Vorstrafen belastete Italiener gestern am Landesgericht Feldkirch zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Schuldspruch gegen den hafterfahrenen Ex-Autohändler erfolgte wegen Körperverletzung und versuchter Nötigung. Die mögliche Höchststrafe hätte ein Jahr Haft betragen. Dem Opfer hat der Untersuchungshäftling als Teilschmerzengeld 100 Euro zu bezahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Richter Martin Mitteregger sagte, das Zimmermädchen habe den Vorfall überzeugend geschildert. Die Zeugin berichtete, am 19. Dezember 2015 habe sie in einem Zimmer des Hotels das Bett gemacht, als der Angeklagte auf einmal hinter ihr gestanden sei und sie erfasst habe. Sie benötige wegen des traumatisierenden Vorfalls Psychopharmaka.

Einmietbetrüger

Nicht geglaubt hat der Richter dem Angeklagten, der behauptete, keine Kombizange verwendet zu haben. Das Zimmermädchen habe ihm in den Finger gebissen. Es könne sein, dass er die Frau an der Lippe getroffen habe, als er seine Hand weggezogen habe.

Verteidiger Thomas Raneburger sagte, es sei ein Strafverfahren gegen seinen Mandanten wegen Einmietbetrügereien anhängig. Offenbar wollte der Italiener auch am 19.12.2015 einen Einmietbetrug begehen. Ohne sich vorher an der Rezeption angemeldet zu haben, ging er in jenes Hotelzimmer, in dem das Zimmermädchen beschäftigt war.

Er habe die ganze Nacht in einem Bregenzer Poker­casino gespielt und dann den Fehler begangen, ohne Einchecken das Hotelzimmer zu betreten, sagte der Angeklagte.

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