Zeitungsausträger verhinderte Schlimmeres

VN-Austräger Jürgen Albrich entdeckte den brand in der Volksschule Koblach.
VN-Austräger Jürgen Albrich entdeckte den brand in der Volksschule Koblach. ©VOL.AT/Matthias Rauch
Dank  Jürgen Albrich endete der Brand der Volksschule Koblach gimpflich, die Schule öffnet am Montag wieder wie üblich. Doch er ist nicht der einzige Held in den Reihen der Vorarlberger Zeitungsausträger.
Dachstuhlbrand an der Volksschule Koblach
Jürgen Albrich entdeckte den Brand

Nach dem Großeinsatz der Feuerwehren Koblach, Götzis und Feldkirch Stadt wird am Montag die Schule wie gewohnt wieder öffnen, versichert Koblachs Bürgermeister Fritz Maierhofer. Derzeit wird noch nach dem vermeintlichen Brandstifter gesucht. Dieser soll mehrere Recyclingcontainer angezündet haben, das Feuer griff daraufhin auf den Eingangsbereich und von dort auf Dach der Schule über.

Zeitungsausträger bemerkt Flammen

Dass der Brand so glimpflich endete, verdankt Koblach nicht zuletzt Jürgen Albrich. Der 44-Jährige aus Mäder liefert seit zwei Jahren die VN aus, wie jeden Abend war er auch in Koblach unterwegs. Auf seiner Tour liegt auch das Gasthaus Adler am Kumma. Auf dem Rückweg brannte es bereits lichterloh, erinnert er sich. “Ich habe zuerst geschaut, was da los ist, dann habe ich sofort die Rettung und Feuerwehr angerufen”, erzählt Albrich. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Feuer bereits auf den Eingangsbereich der Schule übergegriffen, wie ein schnell mit dem Handy aufgezeichnetes Video zeigt.

Polizei hofft auf Hinweise

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte Albrich der Polizei noch einen entscheidenden Tipp geben. Bei der Fahrt Richtung Kumma war im ein junger Mann aufgefallen, der ebenfalls den Kumma hinauflief. Zu diesem Zeitpunkt hielt der 44-Jährige diesen noch für einen Jogger und achtete nicht weiter auf ihn. Nun hatte er den Verdacht, dass dieser mit dem Brand zu tun haben könnte. Derzeit sucht die Polizei Götzis nach dem nächtlichen Jogger und nimmt unter der Telefonnummer +43 (0) 59 133 8157 weitere Hinweise entgegen.

Zeitungsausträger und Lebensretter

Ronald Eberle, Medienhaus-Vertriebsleiter und seine Abteilung blicken mit Hochachtung auf ihre „Armee” von rund 600 Frühzustellern in Vorarlberg. „Wir sind stolz auf ihr Engagement. Und zwar nicht nur, was die verlässliche Zustellung der Zeitungen betrifft.” Eberle meint damit ein Engagement, das oft weit über die eigentliche Aufgabe dieser Frauen und Männer hinausgeht. Man erinnere sich etwa an Martin Staubmann, jenen Helden, der am 4. März 2012 in Dornbirn zum Lebensretter wurde: Während des Zustellens von Medienhaus-Zeitungen bemerkte er Flammen in einem Haus, drang ein, packte einen gebrechlichen alten Mann und zog ihn aus dem brennenden Objekt ins Freie.

Oft Erste am Ort des Geschehens

Die Liste der Alltagshelden aus der Zusteller-Branche ist so lang wie ihre Taten vielseitig. So retteten die Vorarlberger Zeitungsausträger nicht nur Leben, sondern schritten auch schon als Ersthelfer bei Unfällen ein. „Sie retteten auch schon Tiere aus der Not und schlichteten Schlägereien”, führt Eberle gegenüber der VN fort. Wer so früh unterwegs ist, ist auch oft der Erste am Ort des Geschehens. Hilfe leisteten die Austräger vom Medienhaus unter anderem auch schon bei Hochwasser oder Lawinenabgängen – mit sozialem Engagement und Hilfsbereitschaft für die Bevölkerung.

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