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Zeichen der Solidarität

"Mehr als Almosen" für die Opfer der Jahrhundertflut in Österreich hat am Donnerstag der Präsident der Region Trentino-Südtirol, Franz Pahl (SVP), in Bozen gefordert.

Nach der Caritas, die in Südtirol bis Mittwoch 180.000 Euro für die Flutopfer gesammelt hat, solle laut Pahl nun auch die Politik rasche und klare Zeichen setzen.

Pahl forderte den Regionalrat von Trentino-Südtirol bei einer Pressekonferenz auf, unverzüglich und überparteilich eine Gesetzesinitiative zu starten, um den vom Hochwasser betroffenen Menschen in Österreich zu helfen. Er selbst würde als Präsident des Regionalrates alles tun, um das Gesetz schnell voranzutreiben. Es gehe nun darum, „im Vaterland Österreich“ schnell und massiv ein Zeichen der Solidarität zu setzen.

Der SVP-Politiker erinnerte an die politische, kulturelle und finanzielle Hilfe, die Österreich in den vergangenen Jahrzehnten Südtirol habe zukommen lassen. Jetzt sei für Südtirol die Zeit gekommen, Österreich zu helfen. Dabei dürfe es sich nicht nur um Almosen oder kleine symbolische Zuwendungen handeln. Das Land Südtirol solle nicht länger zögern und in Österreich dringend gebrauchte Geldmittel zu Verfügung stellen.

Auf privater Basis hat sich in Südtirol in den vergangenen Tagen eine Welle der Solidarität für die Flutopfer breit gemacht. Wie der Verwaltungsleiter der Südtiroler Caritas Christian Klotzner der APA erklärte, konnten in Südtirol bis Mittwoch 180.000 Euro gesammelt werden. Die Spendenaktion für Betroffene in Österreich, Deutschland und Tschechien laufe auf Hochtouren, 70.000 Euro seien als Soforthilfe zugesagt und zum Teil bereits überwiesen. In Österreich sei das kapillare System der Caritas bei der Verteilung der Gelder von großer Hilfe.

Landeshauptmann Luis Durnwalder kündigte unterdessen an, dass die Landesregierung die privaten Spendengelder verdoppeln wolle. Der Südtiroler Schützenbund rief am Donnerstag seine Kompanien zu Spenden auf das Konto 1890-2 bei der Raiffeisen-Landesbank Südtirol auf.

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