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Yahoo Japan nutzt Suchmaschinentechnik von Google

Der Internetdienstleister Yahoo wird zumindest in Japan künftig die Suchmaschinentechnik seines Konkurrenten Google benutzen. Auch Werbung soll mit Hilfe der Google-Software gezeigt werden.

Yahoo Japan Corp. arbeitet weitgehend unabhängig von der US-Firma Yahoo Inc. und geht mit dem Vorhaben einen anderen Weg als die Schwester auf der anderen Seite des Pazifiks: In den USA nutzt Yahoo die Technik der Microsoft-Suchmaschine Bing, um Geld zu sparen. Die Vereinbarung war nach monatelanger Prüfung durch Kartellbehörden in den USA und Europa genehmigt worden.

Zuerst wollte Yahoo wie jetzt in Japan mit Google zusammenarbeiten, scheiterte aber am Widerstand der Behörden, die eine marktbeherrschende Stellung befürchteten. Google dominiert den lukrativen Werbemarkt im Internet und verdient vor allem Geld damit, Anzeigen neben den Suchergebnissen zu zeigen. Nur wenige Firmen haben die Technik, genügend Nutzer und das Geld, um mit Google zu konkurrieren. Deswegen gibt es zunehmend Sorgen um fairen Wettbewerb und Datenschutz.

Japan ist für Suchmaschinenanbieter ein interessanter Markt: 2008 lag das Land bei der Internetnutzung mit 96 Millionen Surfern hinter den USA und China auf Platz 3. Einzelheiten zu der Vereinbarung zwischen Yahoo Japan und Google wurden nicht veröffentlicht. Ein Analyst der Bank Citigroup schätzte aber, dass Google für die Lizenz jährlich 100 Millionen US-Dollar kassiert.

Japan ist eines der wenigen Länder, in denen Google nicht der Marktführer ist. Yahoo Japan kommt dort auf einen Anteil von 50 Prozent. Die Firma gehört zu 40 Prozent dem Mobilfunkanbieter Softbank und zu 35 Prozent dem US-Konzern Yahoo Inc.

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