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Wurz 2006 ohne fixes Cockpit

Alexander Wurz hat auch in der Rennsaison 2006 kein fixes Cockpit in der Formel 1. Mit BMW-Sauber ist für den McLaren-Testfahrer auch die - wie es scheint - letzte Chance auf einen Fixplatz für das kommende Jahr dahin.

Das BMW-Team gab am Donnerstag in München den kanadischen Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve als zweiten Fahrer neben dem Deutschen Nick Heidfeld bekannt. Dabei hatte Wurz in den vergangenen Tagen als Wunschkandidat von BMW-Motorsportchef Mario Theissen gegolten. Dieser änderte seine Meinung am Donnerstag und zeigte sich “überzeugt, dass Jacques eine Verstärkung für das BMW Sauber F1 Team sein wird”. Für Villeneuve sprach ein mit 3,6 Millionen Dollar (3,06 Mio. Euro) dotierter Zweijahres-Vertrag, den sein Manager Craig Pollock für die Saisonen 2005 und 2006 mit Sauber ausgehandelt und der auch nach der Übernahme durch BMW seine Gültigkeit hat.

BMW entschied sich gegen einen kostspieligen Ausstieg aus dem Kontrakt und damit auch gegen Wurz. Mittlerweile stehen bei allen elf Formel 1-Teams die beiden Stammfahrer für die Saison 2006 fest. Dem 31-jährigen Perchtoldsdorfer bleibt damit wohl nur der Testfahrer-Job, in dem er sich schon in den vergangenen Jahren profiliert hat. Seit 2001 ist der Österreicher bei McLaren-Mercedes engagiert, hat noch einen bis Jahresende gültigen Vertrag. Zuvor hatte er zwischen 1997 und 2000 in 52 Grand Prix für Benetton 26 WM-Zähler gesammelt.

Im vergangenen Jahr vertrat Wurz beim Großen Preis von San Marino in Imola den an der Schulter verletzten Juan Pablo Montoya und fuhr im McLaren-Mercedes nach einer nachträglichen Disqualifikation des BAR-Honda-Teams als Dritter auf Anhieb auf das Podest. Mit seinen sechs WM-Zählern klassierte sich Wurz, der derzeit in Barcelona den neuen McLaren-Boliden mit Mercedes-V8-Motor testet, zwei Plätze drei Punkte hinter dem besten Österreicher Christian Klien (Red Bull-Racing) in der Fahrer-WM auf Rang 17. Klien wird auch in der kommenden Saison der einzige heimische Pilot mit einem Stammfahrer-Platz in der Königsklasse des Motorsports sein. Denn auch für Patrick Friesacher, der in der vergangenen Saison elf Rennen für Minardi bestritten hat, ist ein solcher in weite Ferne gerückt. Der italienische Rennstall hatte den Vertrag mit dem Kärntner im Juli wegen fehlender Sponsor-Millionen aufgelöst.

Eine Vertragsauflösung, zu der sich BMW-Sauber mit Villeneuve nicht durchrang. „Ich habe von 1999 bis 2004 erlebt, wie schwierig und komplex der Aufbau eines neuen Teams ist, aber Herausforderungen habe ich nie gescheut”, sagte der 34-jährige Weltmeister von 1997, der gleichzeitig versprach: „Ich werde mein Bestes geben, um zum Erfolg des BMW-Sauber Teams beizutragen.” Am 8. Dezember wird der Kanadier in Jerez erstmals hinter dem Steuer des neuen Boliden sitzen. In Barcelona hatte zuletzt nur Heidfeld für BMW getestet.

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