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Würdiger Gedenktag für den großen Bludenzer Msgr. August Wachter

Msgr. August Wachter 1978 bis 1945
Msgr. August Wachter 1978 bis 1945 ©Archiv St. Josefsmissionare Absam
Vor 70 Jahren, Anfang August 1945 kam der aus Bludenz stammende St. Josefsmissionar und Apostolische Präfekt von Jesselton in Borneo Msgr. August Wachter mit weiteren acht Missionaren wahrscheinlich durch Japanische Soldaten ums Leben. Am letzten Sonntag, dem 26.
70. Todestag von Msgr. August Wachter

Juli 2015 lud die Pfarre Bludenz Herz Mariae aus diesem Anlass zu einem Gedenkgottesdienst ein. 

Mit der Pfarrgemeinde feierte der Rektor der St. Josefsmissionare von Absam P. Georg Hanser in Konzelebration mit seinen Mitbrüdern P. Ludwig Lochmann, vielen aus seinem langjährigen Wirken in Bludenz und Bludesch bekannt, P. Alexander Wolf und P. Hans Kronbichler, sowie Pfarrer Josef Bertsch und Dekan Pfarrer P. Adrian den Gottesdienst. In seiner Predigt würdigte Rektor P. Georg Hanser das segensreiche Wirken des Msgr. August Wachter als Missionar und Apostolischen Präfekten in Borneo.

Damals in die Mission zu gehen hieß oft nicht nur Abschied nehmen von den Angehörigen und der Heimat, sondern es war oft mit dem frühen Tod verbunden, wegen der Strapazen in den unwegsamen Gebieten.  Msgr. August Wachter war mit Leib und Seele Missionar. Wichtig waren ihm die Menschen, ihnen Hilfe für das Leben zu geben. So gründete er Schulen, um ihnen entsprechende Bildung zukommen zu lassen. Er gründete einen eigenen Frauenorden, die Franziskanerinnen von der Unbefleckten Empfängnis, um vor allem auch den einheimischen Frauen Hilfe und Wertschätzung zu geben. 1942 besetzten dann die Japaner Borneo. Das waren schwere Zeiten, Bomben, Hunger und viele Tote. Als Deutschland im Mai 1945 kapitulierte, wurden die Missionare um Msgr. August Wachter am 19. Mai  gefangen genommen.

Halbverhungert mussten neun Missionare in Etappen 280 km von Penampang nach Sapong durch den Urwald marschieren. Anfang August wurden sie dann ein letztes Mal gesehen. Ihre Gräber fand man nie. Für Rektor P. Georg Hanser sind sie somit also auch Märtyrer ihres Glaubens geworden. Für uns sind die Namen Carl Lampert, Franz Reinisch oder Otto Neururer mehr bekannt, für Bludenz ist jedoch Msgr. August Wachter auch eine besondere Persönlichkeit, er meint, wir dürfen stolz sein auf diesen großen Bludenzer. Dekan Pfarrer P. Adrian bedankte sich am Schluss des Gottesdienstes bei den Vertretern der St. Josefsmissionare und sagte: „Ich kann mir vorstellen, dass wir künftig einmal im Jahr an Msgr. August Wachter in einem besonderen Gottesdienst gedenken, ja dass wir diesen Märtyrer zum Patron des Seelsorgeraumes Bludenz machen“. Diese Aussage wurde mit Beifall von den Messbesuchern aufgenommen.

Im Anschluss an den Gottesdienst hat dann Dr. Othmar Kraft ein Nachfahre der großen Familie Wachter aus Bludenz aus dem Leben von Msgr. August Wachter erzählt, wie er aufgewachsen ist, wo er studierte und wie er letztendlich den langen Weg nach Borneo auf sich nahm, denn sein Motto war „Armen zu helfen, der Jugend Bildung zu geben“. So machte er Reisen bis nach Amerika um entsprechendes Geld zu sammeln, damit er dies alles umsetzen konnte. 2011 besuchte Dr. Othmar Kraft mit seiner Familie und weiteren Nachfahren der Wachters die ehemalige Wirkungsstätte von Msgr. August Wachter.

In einem Film konnten die Besucher einen Einblick bekommen, was aus diesem Missionsgebiet heute geworden ist, welche Früchte die Arbeit von Msgr. August Wachter hervorgebracht hat und welch große Wertschätzung er heute noch bei der Bevölkerung und vor allem bei den „Blauen Schwester“ , wie sie liebevoll genannt werden, genießt und deren Gründer er ist.

Es wäre deshalb schön, wenn dieser große Bludenzer auch bei uns die entsprechende Wertschätzung erfahren würde, wie es Dekan Pfarrer P. Adrian ausdrückte.

Heinz Seeburger
Organisation/Kommunikation

 

 

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