Wärmeres Klima bringt heftige Regengüsse

Heftige Regenschauer könnte es im Zuge der globalen Klimaerwärmung viel öfter geben als bisher erwartet.

Zu dieser Ansicht kommen niederländische Meteorologen nach der Analyse von Daten aus einem ganzen Jahrhundert und Berechnungen für die Zukunft. Mit örtlichen Wolkenbrüchen sei demnach doppelt so häufig zu rechnen wie nach bisherigen Prognosen, meinen Geert Lenderink und Erik van Meijgaard vom Königlichen Niederländischen Meteorologischen Institut (KNMI) in De Bilt bei Utrecht.

Bisher werde davon ausgegangen, dass extreme Niederschläge durch die Klimaerwärmung um sieben Prozent pro Grad Celsius zunähmen, schreiben die Wissenschafter im britischen Fachblatt “Nature Geoscience” (online im Voraus veröffentlicht). Diese Einschätzung fanden sie in Bezug auf die tägliche Niederschlagmenge auch bestätigt. Auf Stundenbasis betrachtet nähmen die starken Regenschauer jedoch doppelt so schnell zu – sofern die Tagesdurchschnittstemperatur über zwölf Grad liege. Aber auch kurze Wolkenbrüche könnten schwere Folgen haben, warnen die Forscher.

Um den Zusammenhang zwischen Temperaturanstieg und Starkregen zu analysieren, müssen nach ihrer Ansicht auch lokale Bedingungen stärker einbezogen werden. Für ihre Analyse über 100 Jahre benutzten sie die gut dokumentierten Daten der Wetterstation ihres Instituts. Die Beobachtungsdaten verglichen die Forscher mit detaillierten Modellrechnungen zum vergangenen und künftigen Klima.

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