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Wolford rutschte tiefer in die Verlustzone

Fehlbetrag nach Steuern vervielfachte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17.
Fehlbetrag nach Steuern vervielfachte sich im ersten Geschäftshalbjahr 2016/17. ©Wolford AG/instagram.com/@wolfordofficial
Beim Vorarlberger Strumpfwarenhersteller Wolford klafft ein Loch in der Bilanz: Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 weitete sich der Nettoverlust gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 0,9 auf 8,45 Mio. Euro aus, wie aus dem aktuellen Finanzbericht von heute, Freitag, hervorgeht. Der Umsatz sank um 15 Prozent auf 67,6 Mio. Euro.

Den Rückgang der Verkaufserlöse begründete Wolford mit schwacher Kundenfrequenz und ins Folgequartal verschobenen Warenauslieferungsterminen. Für die Herbst/Winter-Kollektion fehlten dadurch den Unternehmensangaben zufolge im Großhandelsgeschäft 3,2 Mio. Euro aus der sogenannten Vororder. Weiters habe Wolford einen Auslieferungstermin für diese Kollektion näher an die Weihnachtssaison und damit in das dritte Quartal verschoben, so dass im zweiten Quartal nochmals 3 Mio. Euro Umsatz fehlten. Der Großhandelsumsatz verringerte sich um 20 Prozent, der Einzelhandelsumsatz um 12 Prozent. Im November hätten sich die Umsätze etwas erholt.

Pfund-Abwertung macht zu schaffen

Aber auch die Abwertung des britischen Pfund machte dem Konzern zu schaffen – bereinigt um die entsprechenden Währungseffekte hätte sich der Umsatz aber immer noch um 13 Prozent verringert.

Verlust je Aktie von 0,18 auf 1,73 Euro

Der Verlust je Aktie vergrößerte sich im ersten Geschäftshalbjahr (Mai bis Oktober) von 0,18 auf 1,73 Euro. Vor Zinsen und Steuern betrug der Fehlbetrag (EBIT) 8,24 Mio. Euro – nach minus 0,28 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Investitionen erhöht

Die Investitionen wurden von 3,6 auf 4,9 Mio. Euro erhöht. Das Eigenkapital verringerte sich zum Stichtag Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 20 Prozent auf 58,7 Mio. Euro. Gleichzeitig zog die Nettoverschuldung von 25,5 auf 40,5 Mio. Euro an.

Ergebnisse wackeln

Die für das gesamte Geschäftsjahr 2016/17 anvisierten Ergebnisziele wackeln jedenfalls – die nur “leicht nachgebenden Umsätze” und “ein negatives EBIT im niedrigen einstelligen Millionenbereich” dürften nur schwer zu halten sein. Angesichts der schlechten Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr betrachte es das Management als “große Herausforderung, die kommunizierten Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen”, teilte das Unternehmen mit.

(APA)

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