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Wolfgang Amadé passt immer

2. Abo-Konzert des „Concerto Stella Matutina“ mit Mozart.

Götzis. (sch) Der als hochgerühmtes „Barockorchester“ international bekannte Klangkörper „Concerto Stella Matutina“ spielte ausschließlich Mozart: Fremd gegangen, Seitensprung? Seit Harnoncourts Mozart keinesfalls. Der Salzburger Meister klingt auf historischen Originalinstrumenten vielleicht noch authentischer und subtiler als mit einem modernen Riesenorchesterapparat. Barock ja, wird im Zentrum der Programme bleiben, doch „Stella
Matutina“ möchte auch immer wieder die Entstehungszeit des jeweiligen Werkes in die Interpretation einbringen. So spielte man für Mozart einen Viertelton tiefer als die normale Stimmung, mit besonderen Blasinstrumenten etc. Gleich zu Beginn des wie immer ausverkauften Konzerts erklang die „Lucio Silla“- Ouvertüre, KV 135, des 16-jährigen Junggenies Wolferl Amadé in strahlender Transparenz, noch im Stile der dreisätzigen neapolitanischen Opernsinfonia. Der Ungar Ferenc Bognár (geb. 1949), legendärer Klavierpädagoge am Landeskonservatorium i. P., internationaler Konzertpianist und Kammermusiker, setzte sich danach an das Hammerklavier und spielte das 13. Klavierkonzert in C-Dur, KV 415, von Mozart (Walther-Flügel). Höchst sensibel, mit wunderbar poetischer Anschlagskultur musizierte Bognár, vom Klavier aus die delikate „Stella“-Schar auch dirigierend, das frühe, aber schon vitale Mozart-Opus. Das Andante ds 2. Satzes.besitzt im Gegensatz zu den späteren Klavierkonzerten noch nicht den erdentrückten Schönreiz. Delikat die unerwartete Molltrübung im Schluss-Allegro. Stürmischer Applaus für den „Heimkehrer“ Bognár, der sich dafür mit einem Sonatensatz Mozarts und ein paar rassigen Joplin-Takten bedankte.

Herbert als Postillon

Den Abschluss der Mozart-Soiree (260. Geburtstag und 225. Todestag) bildete die Serenade in D-Dur, KV 320, „Posthornserenade“ (1779). In diesem mehrsätzigen Werk konnte das „Concerto Stella Matutina“ nochmals beweisen, mit welch instrumentaler Meisterschaft das Ensemble musiziert (ohne Dirigent). Die sieben Sätze sind sehr verschieden, doch allemal schenkte Mozart feine Hörgenüsse – im prächtigen Adagio maestoso, im ersten Menuetto mit dem lieblichen Trio, im gemächlich wiegenden Rondo, im sonderbar ernsten Andantino oder besonders im zweiten Menuetto mit dem freundlichen Posthornsolo (Trio) des versierten Postillons mit Mütze, Herbert Walser-Breuß. Und Wolfgang Amadé soll noch öfter mit dem heimischen „Morgenstern“ (am Abend) die Vorarlberger Fans beglücken.

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