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Wohin geht die Kulturarbeit im Süden Vorarlbergs?

©Nikola Bartenbach
Bludenz. Am Mittwoch, 28. November 2018, fand in der Remise Bludenz eine Podiumsdiskussion über die weitere kulturelle Zusammenarbeit des Vorarlberger Südens statt.

Was mit einem Workshop im Mai 2018 startete und bei mehreren Treffen in kleinen und großen Runden mit offen formulierten Fragen an engagierte Bürgerinnen und Bürger sowie Kulturakteure und Experten aus Bludenz und der Region diskutiert wurde, mündete in neuen Impulsen, die die Potenziale und Stärken der Stadt Bludenz und der Region thematisieren.

„Mit diesem ersten Aufschlag für eine gemeinsame Kulturidee für die Stadt Bludenz und die 5-Täler-Region wollen wir einen konstruktiven Dialog für die Region starten, real und digital.“, so Kulturstadtrat Christoph Thoma.

Neben den einzelnen Talschaften soll auch die Gesamtheit der Region mit dem Montafon, dem Klostertal, dem Brandnertal, dem Walgau, dem Großen Walsertal und der Stadtregion Bludenz-Bürs-Nüziders als Zentrum sichtbar werden. Vernetzung, Austausch und Zusammenarbeit einzelner Kultureinrichtungen, Vereine und Initiativen sind maßgeblich für einen offenen Diskurs, eine wertschätzende Gesprächskultur und einen gelingenden Wissenstransfer. Durch gemeinsame Schwerpunkte sollen Brücken zwischen den einzelnen Talschaften geschlagen, das Entstehen spartenübergreifender Formate gefördert und künstlerischer Austausch ermöglicht werden.

Im Rahmen des KulturFabrik-Prozesses hat sich zudem der Wunsch vieler beteiligter Kulturakteure herauskristallisiert, erstmals im gesamten Vorarlberger Süden Themenschwerpunkte stattfinden zu lassen, an denen Kultureinrichtungen, Vereine sowie Künstlerinnen und Künstler aus allen fünf Tälern beteiligt sind.

Gemeinsam mit Landesrat Dr. Christian Bernhard präsentierte Kulturstadtrat Christoph Thoma einen Zwischenbericht als Pre-Opening zum 20 Jahre-Remise-Festival in Bludenz. In einem offenen Gespräch mit Dr. Winfried Nussbaummüller (Vorstand Abteilung Kultur Land Vorarlberg), Dr. Verena Konrad (Direktorin vai Vorarlberger Architektur Institut) und Dr. Michael Kasper (Stand Montafon) konnten offene Fragen angesprochen und die Erkenntnisse aus der diesjährigen Kulturfabrik in offener Runde diskutiert werden. Das Angebot wurde von interessierten Kulturakteuren, Bürgerinnen und Bürgern angenommen.

Landesrat Dr. Christian Bernhard meinte: „Die vorhandene Vielfalt und Individualität an Kulturangeboten in den einzelnen Gemeinden muss selbstbewusst dargestellt werden. Die Zusammenarbeit der Kulturinitiativen ist auch das, was die Kulturstrategie des Landes verfolgt.“

Im Gespräch mit Dr. Verena Konrad vom Vorarlberger Architektur Institut zeigte sich, dass kleinen Kunst- und Kulturschaffenden mehr Raum gegeben werden und neue Ideen unterstützt werden sollten. „Kulturschaffenden müssen mehr Möglichkeiten geboten und der Rücken gestärkt werden.“

Eine Herausforderung sieht Dr. Michael Kasper (Stand Montafon) in der Heterogenität der Region. Aber auch im oft mangelnden Austausch zwischen den Kulturinitiativen. Eine Zusammenarbeit findet Dr. Winfried Nussbaummüller auch landesweit von zentraler Wichtigkeit: „Die Kulturangebote in Vorarlberg sollten abgestimmt werden. Dies ist allerdings bei der Fülle an Veranstaltungen oft schwierig. Das Land versucht hier mit einem gemeinsamen Kalender die Informationen zu bündeln.“

Die Aussagen und Inputs der geladenen Gäste fanden viel Zuspruch. Der Wert von Kunst und Kultur in der Gesellschaft muss gesteigert werden. Auch durch die finanzielle Unterstützung des Landes Vorarlberg für die Schaffung einer organisatorischen Infrastruktur kann der Prozess bestärkt und mehr Bewusstsein in der Bevölkerung geschaffen werden.

 

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