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WM-Gold für Sulzberger Käserebellen

Sulzberger Käserebellen jetzt „vergoldet“
Sulzberger Käserebellen jetzt „vergoldet“
Bei der Käse-Weltmeisterschaft hat Vorarlberg kräftig abgesahnt: Sechs Medaillen gab es, darunter zwei Mal Gold für die Sulzberger Käserebellen.

Die World Cheese Awards, die offizielle Käse-Weltmeisterschaft, fanden heuer erstmals auf den Kanarischen Inseln statt. 2440 Käseproben aus 34 Ländern in 61 Klassen wurden bei der Weltmeisterschaft von einer internationalen Fachjury beurteilt. 150 Experten, unter anderem aus Mexiko, Südafrika, Japan und Australien, ermittelten währen eines „Verkostungsmarathons“ die besten Käsesorten. Das teilte die Agrarmarkt Austria (AMA) gestern in einer Aussendung mit. Österreich holte trotz der starken Konkurrenz drei Goldmedaillen, weiters zweimal Silber und fünf Medaillen in Bronze.

Erfolgreichstes Bundesland

Vorarlberg war mit sechs Awards das erfolgreichste Bundesland, gefolgt von Oberösterreich mit drei und Tirol mit einer Auszeichnung. Zwei Mal Gold gab es für die Sulzberger Käserebellen: Geehrt wurde die Sennerei so für den „Biokäser-Bergkäse“ und für den „Kräuter-Rebell“. Und zudem wurden die Sulzberger für den „Höhlen-Rebell“ mit der Bronzemedaille ausgezeichnet. Der vergoldete „Biokäser Bergkäse“ ist ein würzig-delikater Schnittkäse, der mit silofreier Bio-Alpenmilch hergestellt wird und sechs Monate Reifezeit braucht. Der zweite Gold-Käse, der „Kräuter-Rebell“, besticht nach Expertenmeinung durch seine raffinierte Kräutermischung. Josef Krönauer, Geschäftsführer der Sulzberger Sennerei, verrät die wichtigste „Zutat“ im Erfolgsrezept: „Verarbeitet wird nur tagfrische Heumilch, es wird nichts hinzugesetzt, weder Konservierungs- noch Zusatzstoffe.“ Ausgangspunkt für die hohe Qualität der Heumilch sei die Fütterung der Kühe. Im Sommer grasten die Kühe auf der Weide, im Winter werde ausschließlich Heu und Getreide verfüttert, erklärt der Käsespezialist aus Oberbayerns „Die Kühe erhalten kein Silagefutter, damit die Milch so naturbelassen wie möglich ist.“ Selbstverständlich bedarf es auch handwerklichen Könnens und Wissens. Insgesamt acht Beschäftigte, davon vier Senner, produzieren den „hochwertigen Käse mit rebellischem Geschmack“. Die Sulzberger Käserebellen GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Schönegger Käse-Alm aus Prem in Oberbayern. Josef Krönauer ist Gründer und Firmenchef der Käse-Alm und gilt in Oberbayern als Ausnahmeunternehmer, der vor 20 Jahren klein startete und heute äußerst erfolgreich ist. Jährlich werden insgesamt rund 20 Millionen Kilogramm Milch verarbeitet. In Sulzberg können pro Tag 18.000 bis 20.000 Liter silofreie Rohmilch zu „Rebellen“ verarbeitet werden. Silber ging unter anderem an den „Alma Vorarlberger Bergkäse 3 Monate gereift, ggU“ von Rupp Käseexport. Bronzemedaillen gab es ebenso für den „Rupp Vorarlberger Premium Bergkäse, 10 Monate gereift, ggU“ sowie für den „Alma Vorarlberger Bergkäse, 6 Monate gereift, ggU“ von Rupp Käseexport.

„Käseland erster Güte“

„Österreich hat sich in den letzten Jahren zu einer Käse-Nation erster Güte entwickelt. Die ehrlich gelebte Käsekultur beflügelt offenbar auch die Produzenten zu immer neuen fantastischen Kreationen. Die hohe Qualität ist neben der Innovationsfreude dabei der zweite wichtige Schlüssel zum Sieg“, sagte Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing.

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